Di. 12. Dezember 2017 um 16:10

Shazam: Musikerkennungsdienst von Apple aufgekauft

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Viele aktive Smartphone-Fans und vor allem Musikenthusiast_innen dürfte Shazam sicher ein Begriff sein. Falls nicht, hier nochmal eine kleine Auffrischung: Shazam ist eine ziemliche beliebte App der gleichnahmigen Firma dahinter. Mit ihr kann man über die Mikrofone seiner Geräte gerade laufende Musikstücke aufnehmen und erkennen. Die Datenbank des Dienstes spuckt dann jeweils Songtitel und Interpret, sowie etliche weiterführende Informationen und Angebote dazu aus.

Die Gerüchteküche bewahrheitet sich

Schon am vergangenen Wochenende machten erste Spekulationen die Runde, Apple würde Absichten hegen den Dienst aufzukaufen. Dies hat sich nun bestätigt, der Service für Musikfreunde gehört nun offiziell zum Technikriesen aus Cupertino. Etwa ein halbes Jahr verhandelte man scheinbar hinter geschlossenen Türen über die Übernahmesumme, nun hat man sich jedoch einigen können. Apple machte scheinbar das attraktivste Angebot, denn auch andere Firmen wie der Musikstreaminganbieter Spotify und das soziale Netzwerk Snapchat waren wohl an Shazam interessiert.

 

Der endgültige Preis wurde zwar von offizieller Seite nicht bestätigt, man munkelt jedoch, dass es um einen Betrag um die 400 Millionen US-Dollar ging. Das klingt auch durchaus gerechtfertigt, zumal Shazam sozusagen der Platzhirsch in der Musikerkennung ist. Auch abseits vom Mainstream erkennt man mit der App nahezu jeden Song. Die gigantische Datenbasis, die eine solch verlässliche Musikerkennung möglich macht, wird Apple sicher einen gehörigen Mehrwert bescheren. Genau Pläne mit dem Dienst sind noch nicht bekannt.

 

Siri wird aber sicher ihr Stück vom Kuchen abbekommen. Schon jetzt setzt Apples Sprachassistentin auf Shazam zur Musikerkennung durch Siri und ist dem Google Assistant in soweit noch ein Stück voraus. Man kann also damit rechnen, dass Siri bald auch Shazam in nahezu vollem Umfang integriert bzw. Dienste wie iTunes wohl ebenfalls entsprechende Features anbieten könnte.


 

 

Quelle: Buzzfeed (Englisch)

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