Mi. 05. Juli 2017 um 16:59

Samsung Bixby: Englische Version verspätet sich aufgrund fehlender Daten

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Eigentlich sollte der digitale Assistent Bixby aus dem Hause Samsung schon längst Englisch sprechen und verstehen können. Den Juni 2017 peilte man einst als Ziel für dieses Vorhaben an. Daraus wurde leider nichts und noch immer hat das Helferlein einen weiten Weg vor sich. Die Gründe für die Verspätung sind mannigfaltig und bisher versteht Bixby nur seine Heimatsprache Koreanisch.

Wenig Daten und eine Sprachbarriere

Bixby sollte eines der Hauptfeatures des Flaggschiff Smartphones Galaxy S8 werden, davon zeugt übrigens auch die eigens abgestellte Taste unter der Lautstärkewippe des Gerätes. Bis auf die Südkoreaner_innen selbst hat der Rest davon aber aktuell noch nicht viel mitbekommen. Wie der Korean Herald nun berichtet, fehlt es dem Assistenten derzeit schlichtweg noch an der Datengrundlage für den Deep Learning-Prozess. Je mehr solcher Daten aus der Masse aufgezeichnet werden, desto abgestimmter und sinnvoller werden die Antworten eines digitalen Helfers. Wo andere Wettbewerber für ihre Produkte schon massenhaft Daten haben, muss Samsung scheinbar noch etwas sammeln.

 

Das Obige ist allerdings nur ein Grund für die fehlende Multilingualität Bixbys. Auch gab es scheinbar einige Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Samsung Angestellten aus Südkorea und den USA. Das koreanische Blatt bezog sich bei dieser Aussage auf einen nicht näher benannten Mitarbeiter des Elektronik-Konzerns. Laut diesem machte es die vorhandene Sprachbarriere und die grosse Entfernung teils sehr schwierig, Bixby weiterzuentwickeln.

 

Nun reden wir hier gerade mal von der englischen Sprache, einer Weltsprache. Was das für die Unterstützung der Amtssprache der DACH-Region bedeutet, muss wohl nicht weiter erläutert werden. Laut der ursprünglichen Agende sollte Bixby eigentlich schon im Herbst Deutsch beherrschen. Ob das nun erreicht wird oder das grosse Update im vierten Quartal nur einen “Placebo-Effekt” haben könnte, steht nach aktuellem Stand noch in den Sternen.


 

 

Quelle: The Korean Herald (Englisch)

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