Di. 25. August 2015 um 17:22

Qualcomm Hexagon 680 DSP für bessere Fotos und Videos

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Mit dem Snapdragon 820, welcher ende des Jahres oder spätestens Anfang 2016 in erste Flaggschiffe verbaut werden soll, will Qualcomm einen neuen Meilenstein in Performance und Energieeffizienz erreichen. Über den Snapdragon 820 und dessen neuen Komponenten berichteten wir bereits vor einigen Wochen, doch nun hat Qualcomm detaillierte Informationen zum neuen Hexagon 680 Signalprozessor veröffentlicht, welcher hier zum Einsatz kommt. Der Hexagon DSP ist dazu da, digitale Informationen mit enormer Effizienz und Geschwindigkeit zu verarbeiten. Er ist nur begrenzt konfigurierbar und nicht kann nicht, wie ein Prozessorkern, für beliebige Rechenzwecke eingesetzt werden. Auf diese Weise können umfangreiche Berechnungen mit extrem geringem Energieaufwand verarbeitet werden.

 

Qualcomm Hexagon 680 DSP für Bild- und Videoverarbeitung

Der Hexagon 680 DSP ist laut Qualcomm vor allem auf massive parallele Signalverarbeitung ausgelegt. Er besteht aus mehreren, parallel arbeitenden Rechengruppen, welche eine enorm schnelle Verarbeitung von Bild- und Audiosignalen ermöglichen. Dabei erledigt der Hexagon 680 diese Aufgaben dreimal schneller als dies vier aktuelle Krait CPU-Kerne könnten und verbraucht dabei nur ein Zehntel der Energie. Mit dieser Effizienz ist es möglich Serienbilder mit 30 Bildern pro Sekunde und 20 Megapixel zu verarbeiten und dabei die komplette Palette der Nachbearbeitung durchzuführen: Rauschreduktion, Nachschärfung, Weissabgleich, Farbkorrektur und die Berechnung von HDR-Aufnahmen. Bei Videos ermöglicht der neue DSP zudem die Aufnahme in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde bzw. HDR-Videos in 4K bei 30 Bildern pro Sekunde.

 

 

Neben der Signalverarbeitung von Kamera und Mikrofonen ist eine weitere Aufgabe des Hexagon 680 auch die Berechnung und Speicherung von Sensordaten. Ein Teil des DSP ist somit permanent damit beschäftigt, verschiedene Informationen auszuwerten, wie beispielsweise vom Lagesensor oder Gyroskop, bei aktiviertem Schrittzählerfunktion. Dadurch kann bei aktivierten Funktionen wie Fitness-Tracking oder verschiedenen Zusatzfunktionen eine menge Energie gespart werden. Auch das Modem ist direkt mit dem DSP verbunden, sodass die Datenübertragung im Hintergrund nicht vom Hauptprozessor und damit deutlich energiesparender erledigt werden könnte.

 

Wie die Hersteller diese Möglichkeiten des Chips dann ausnutzen wird sich noch zeigen müssen.

 

Quelle: Golem

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