Di. 02. Dezember 2014 um 16:21

Puzzlephone: Konkurrenz zu Project Ara in Entwicklung

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Wir haben schon mehrfach von Project Ara berichtet, einem modularen Smartphone aus der Entwicklungsabteilung von Google. Dieses besteht aus einer ganzen Reihe kleiner Module, über welche man einzelne Hardwarekomponenten austauschen kann, sorgt allerdings auch für eine gewisse Komplexität und ein etwas eigenwilliges Design. Einen anderen Weg will deshalb das Unternehmen Circular Devices gehen. Das modulare Smartphone, mit der Bezeichnung Puzzlephone, besteht insgesamt nur aus drei Komponenten. Einem Hauptkörper mit dem Display und der Hauptplatine, einem Akku-Modul welches auch weitere Sensoren mit sich bringt und einem Kernmodul mit Prozessor, Kamera und weiterer Hardware.

 

Diese Konstellation hat einige Vorteile gegenüber der grossen Anzahl von Modulen, wie sie in anderen Geräten verwendet wird. Zum einen wird die Verwendung für Nutzerinnen und Nutzer vereinfacht, da man nicht mehr so viele Komponenten aussuchen und sinnvoll kombinieren muss. Ausserdem ist es für den Hersteller einfacher, ein ansprechenderes und eleganteres Design für das ganze Gerät zu entwerfen und die Entwicklung wird massiv vereinfacht.

 

Das Unternehmen begründet seine Entwicklung damit, dass die Haltbarkeit von Displays und der zugehörigen Elektronik in der heutigen zeit bis zu 10 Jahre beträgt, während Smartphone Akkus in der Regel nach 3 Jahren spürbare Verschleisserscheinungen zeigen. Prozessoren können, je nach Betriebssystem und Einsatzbereich sogar noch schneller veraltet sein. Damit hat man die einzeln wechselbaren Komponenten auf ein notwendiges Minimum reduziert und kann, anstelle von unzähligen Modulen, diese drei Bauteile in verschiedenen Ausstattungs- und Leistungsvarianten anbieten.

 

Neben einigen anderen, deutlich ambitionierteren, Modular Projekten, wie das erwähnte Project Ara oder das Eco-Mobius von ZTE, welche aber noch weit entfernt von einer finalen Entwicklungsstufe sind, will Circular Devices bereits in der zweiten Jahreshälfte 2015 den Smartphone Markt aufmischen. Zumindest sofern alles nach Plan verläuft. Immerhin hat man dann die Möglichkeit, sich beim nächsten Smartphone den Prozessor, das Display und den Akku endlich selbst auszusuchen. Als Betriebssystem dürfte, aufgrund der Anpassbarkeit an verschiedenste Hardware, sicher Android zum Einsatz kommen.

 

Quelle: Puzzlephone (Englisch)

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