Mi. 01. September 2021 um 6:09

Online-Boom Dank Corona!

von Karl Maier 0 Kommentare

Während vielerorts die Geschäfte in den Zeiten des Lockdowns geschlossen bleiben müssen, gehen immer mehr Menschen dazu über, das Internet zu nutzen. Hier warten viele Onlineshops und Marktriesen auf Kundschaft, die das Angebot entdecken und erwerben möchte. Denn auch wenn Bekleidungsgeschäfte geschlossen bleiben müssen, werden Hosen, Jacken, Schuhe und weitere Bekleidung gebraucht.

 

Dabei geniessen immer mehr Kunden und Kundinnen, dass das Internet eine schnelle Übersicht über verschiedene Designs, Marken und Preise bietet. Die Nutzung von Preisvergleichsportalen wird dabei immer beliebter. Denn geschlossene Firmen bedeuten für viele Menschen auch ein Verlust der Arbeitsstelle. Wie soll eine Führungskraft, die keine Einnahmen hat, auch das Personal bezahlen? Dies ist nur schwer oder gar nicht möglich. Durch neue Ideen und neue Wege bleibt am Ende doch der ein oder andere Job erhalten. Viele Firmen, die zuvor nur am örtlichen Markt vertreten waren, eröffnen ebenfalls einen Onlineshop. Wer sein Lieblingsgeschäft unterstützen möchte, wird durch die örtliche Presse, Flyer oder gar Informationen am Geschäft selbst über die neuen Möglichkeiten informiert. Um den örtlichen Handel zu unterstützten, sind Kunden und Kundinnen bereit, etwas mehr zu bezahlen, als in einem weltweiten Onlineshop, der die Plattform weltweiten Firmen zur Verfügung stellt. Doch wo die Einnahmen knapp sind, wird gespart. Es ist schliesslich auch kein Geheimnis, dass Strom- und Spritpreise, aber auch Gas, immer teuer wird! Obwohl die Menschen weniger Geld im Portemonnaie haben, müssen die Kosten doch bezahlt werden.


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Lebensmittel und Hygieneartikel

Besonders gut laufen Lebensmittel von verschiedenen Anbietern und Hygieneartikel. So wurden besonders häufig Produkte online erworben, die vor Ort zwar erhältlich gewesen wären, aber lange Zeit ausverkauft waren. Beliebte Artikel waren dabei Toilettenpapier, Hefe, Salz und Mehl, aber auch Bio-Tee. Zeitweise waren sogar diese Artikel in vielen Onlineshops ausverkauft. So stieg der Umsatz im Onlinehandel binnen eines Jahres allein am Jahresende noch einmal um ein Viertel an. Generell lässt sich feststellen, dass der Onlinehandel nach wie vor boomt. Seit dem ersten Lockdown im März 2020 stiegen die Erlöse im Onlinehandel um über 83 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019. Wie hoch jedoch der tatsächliche Umsatz je Unternehmen und Branche liegt, lässt sich nicht genau beziffern. Dies liegt vor allem daran, dass viele Onlinehändler bei einer Einschätzung lediglich eine grobe Angabe machen.

 

Besonders gut liess es sich bei jenen Unternehmen nachvollziehen, die an der Börse vertreten sind. So gibt es einen Hinweis dafür, dass die Drogeriebranche einen Anstieg von 47 Prozent verzeichnen konnten. Im Bereich der Medikamente lag dieser Anstieg sogar bei 53.5 Prozent. Einige Marktriesen konnten ihren Umsatz binnen eines Jahres sogar verdoppeln. Nutzniesser dieser Entwicklung sind auch sogenannte Nebengewerbe, wie etwa schweizer Übersetzungsbüros, welche in erhöhtem Masse medizinische Fachtexte und Webshops übersetzen.

 

Da noch immer viele Menschen lieber online shoppen, wird es für örtliche Händler immer schwerer zu überleben. Diese haben nach und nach entweder zur Filiale selbst einen Onlineshop aufgebaut oder waren froh, dass sie Click & Collect anbieten konnten. Bei diesem System können Kunden und Kundinnen auf der Homepage des Geschäfts nach allen verfügbaren Waren sehen, ihren Warenkorb zusammenstellen und beim örtlichen Handel persönlich abholen. Dadurch haben viele Läden, die ganz neu im Onlinehandel waren, profitiert. Jedoch fiel dort dafür der gewohnte tägliche Umsatz an örtliche Kundschaft nahezu weg.

Neue Wege

Doch die grossen Onlinehändler denken dabei nicht nur an sich selbst. Einige der Marktriesen, die kleineren Firmen eine Plattform bieten, sind ganz neue Wege gegangen. So stellten sie kleineren Firmen die Plattform zur Verfügung und verzichteten auf die anteiligen Gewinne, die sie normalerweise dafür erhalten, dass sie den kleineren Unternehmen eine Chance geben. Denn alles kostet Geld. Doch wer genug hat, kann in der Not auch teilen! Auf Provisionszahlungen zu verzichten, kann jedoch nicht jeder und jede. Immer klarer wird, der Onlinehandel lebt nicht nur von Konkurrenz, doch genau die belebt das Geschäft. Wer anderen keine Möglichkeit bietet die Krise zu überstehen, entledigt sich zwar womöglich der Konkurrenz, sorgt aber auch dafür das immer mehr Menschen am liebsten wieder vor Ort kaufen. So würden ausserhalb vom Lockdown wohl auch wieder mehr Restaurants besucht. Denn diese mussten zeitweise ebenso schliessen und boten ihre Speisen teilweise zum Abholen an. Andere entwickelten einen Lieferservice. Doch nicht jeder konnte diese Chance zum Vorteil auch umsetzen. So sind in der Lebensmittelbranche besonders die Anbieter Hello Fresh und Delivery Hero ganz klare Gewinner. Hello Fresh bietet Kochboxen unterschiedlicher Geschmacksrichtungen und für verschiedene Personengruppe an. Delivery Hero konnte durch die Corona-Krise seinen Umsatz sogar um 99 Prozent steigern. Diese Plattform bietet bundesweit Restaurants und anderen Küchen die Möglichkeit sich hier eintragen zu lassen und ihren Lieferdienst bekannt zu machen.

Fazit

Durch die Corona-Krise gibt es im Handel Gewinner, die über eine Onlineplattform verfügen und sich über steigenden Umsatz freuen konnten. Es gibt aber auch Verlierer, die sich besonders in dem Bereich der örtlichen Händler finden lassen, die während des Lockdowns ihre Geschäfte geschlossen halten mussten.

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