Fr. 11. August 2017 um 11:07

Betrüger geben sich als deutsche Polizeibeamte aus, um Opfer Wertgegenständen zu entledigen

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Zu der Zeit als sich die E-Mail in der Gesellschaft etablierte, waren vor allem Betrugsmaschen wie Phishing das Nonplusultra. Mittlerweile fallen darauf nur noch die Wenigsten herein, da die Aufklärung in dieser Sache nun schon sehr weit verbreitet ist. Doch noch immer sind teilweise absurd offiziell wirkende Mails im Umlauf und verursachen immernse finanzielle Schäden bei Opfern. Apropos offiziell: Was ist offizieller als die Polizei?

Notruf 110 ruft an und gibt sich als die Polizei aus

Was in der Schweiz die allgemeine Notrufnummer 117 ist, ist im benachbarten Deutschland die 110. Das organisierte Verbrechen gibt sich neuerdings in einer neuen Betrugsmasche als Staatsdiener aus um Opfer um ihre Wertgegenstände zu erleichtern. Dazu wird den Opfern auf dem Telefon vorgegaukelt, dass die 110 anruft. Am anderen Ende geben sich Kriminelle dann als Polizeibeamte aus um potenziell Geschädigte zu manipulieren. Dabei wird oft vorgegeben, dass das Haus/die Wohnung des Angerufenen auf einer Liste geplanter Überfälle gefunden wurde. Die falschen Beamten empfehlen daraufhin, alle Wertgegenstände und Geldbestände vorübergehend an einen “Kollegen” auszuhändigen, welcher sich um die Sicherheit der Sachen kümmern soll.

 

Dass der- oder diejenige die Gegenstände nicht wiedersehen wird, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Vertrauensvoll fallen aber dennoch derzeit viele deutsche Bürger darauf rein, da unter einer offiziellen Notrufnummer angerufen wird und sowas durchaus verunsichern kann. Möglich machen dieses Vorgehen das sogenannte “Caller ID Spoofing” sowie die IP-Telefonie. Statt der Polizei oder Mitarbeitern von Leitstellen, sind aber nur Betrüger aus meist ausländischen Callcentern am Apparat.

 

Die Polizei würde jedoch in keinem Fall über die 110 bei Privatpersonen anrufen. Es wird empfohlen, bei einem solchen Anruf den Namen des vermeintlichen Polizeibeamten zu notieren, sich von der örtliche Behörde bestätigen zu lassen und gegebenenfalls Anzeige zu Erstatten. Das solcherlei Vorfälle auch bald auf die schweizerische 117 Nummer fallen könnte, ist nicht geklärt, aber absolut möglich. Seid also extrem vorsichtig, wenn ihr unter solchen Nummern angerufen werdet.


Steht die 110 im Display, handelt es sich in jedem Falle um Betrüger! Am Besten geht man gar nicht erst dran.

 

 

Quelle: Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen

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