Fr. 21. April 2017 um 11:06

Facebook will Nachrichten per Gedankenübertragung möglich machen

von Sebastian Mauch1 Kommentare

Gedankenübertragung, für die Meisten klingt das wohl noch nach ferner Zukunft. Doch schon heute ist die Steuerung eines ausserkörperlichen Vorgangs mithilfe unserer Gedanken möglich, wenn auch nur in stark vereinfachter Form. Beispiele dafür sind die Steuerung des Videospiels Super Mario Bros. oder ein Interface zur Verständigung vollständig gelähmter Patienten.

Gedanken über die Haut auslesen, ist das möglich?

Facebook widmet sich dieser Frage und will in den nächsten Jahren diese Thematik auf die nächste Stufe heben. Dies vermeldete die Facebook-Managerin Regina Dugan am Mittwoch auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz F8. Für das oben erwähnte Interface wird dem Patienten etwa ein Implantat eingesetzt, welches nicht grösser als eine herkömmliche Bohne ist. Dadurch ist es möglich bis zu acht Wörter pro Minute zu übermittelt.

 

Nun kann man aber nicht jedem Facebook-User ein Implantat verpassen, dessen ist sich auch der Social Media-Konzern bewusst. Darum arbeiten bei Facebook aktuell stolze 60 Forscher_innen an neuen Technologien, um die Gedanken beispielsweise auf der Haut abzufangen. Diese sind ja schliesslich “nichts weiter” als sehr flüchtige elektrische Impulse die durch unsere Nervenbahnen und das Gehirn rasen. So soll man in Zukunft nicht nur in der Lage sein bis zu 100 Wörter pro Minute in eine Nachricht zu packen, sondern auch anderweitig wäre die Technologie einsetzbar. Sprachbarrieren könnten so etwa umgangen werden. Person A spricht oder denkt ein Wort oder einen Satz, während Person B über entsprechende Schnittstellen direkt das übersetzte in den Gehörtrakt gesendet bekommt. So in der Art griffen es die Filmemacher auch im aktuellen Kinofilm Ghost in the Shell auf.

 

Natürlich gehen solche Themen auch immer mit gravierenden “Datenschutzbedenken” einher. Schon heute ohne ausgereifte Gedankeninteraktion gibt es zahlreiche Debatten über den “gläsernen Menschen”. Laut Facebook ginge es aber nicht darum, die Menschen wahllos auszulesen und in ihrer Gedankenfreiheit zu stören. Stattdessen wolle man solche Technologien nutzen um gewisse Hürden – wie die oben genannten Beeinträchtigungen – zu überwinden oder bestimmte Vorgänge wie das Dolmetschen zu vereinfachen. Übrigens ist auch Tesla und SpaceX-Chef Elon Musk an dieser Thematik interessiert und lässt schon seit einiger Zeit auf diesem Gebiet forschen.


 

 

Quelle: Meedia

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Eine Antwort zu “Facebook will Nachrichten per Gedankenübertragung möglich machen”

  1. Tempest2k sagt:

    Schöne neue Welt. Gerade von Facebook? Nein danke. Ich sehe es schon kommen. Dann klinkt man sich nicht aus und das gegenüber kann alles hören was ich denke? Lieber nicht 😉

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