Mi. 11. Januar 2023 um 7:03

Mobiles Internet ist in Israel am günstigsten

von Yves Jeanrenaud 0 Kommentare

Auf israelischen Smartphones standen 2022 die günstigsten mobilen Datenverbindungen zur Verfügung, im Median zahlten sie rund vier US-Cent pro Gigabyte. Das geht aus einer aktuellen Analyse hervor, in der zwischen März und Juni des vergangenen Jahres über 5.000 Mobilfunkangebote in 233 Ländern und Regionen untersucht wurden. Wie die folgende Grafik zeigt, sind die Preisunterschiede für Verträge mit mobilen Daten auch in der DACH-Region immens.


Israel surft mobil am günstigsten. Quelle: Statista
Kosten für 1 GB Datenvolumen in ausgewählten Ländern und Regionen 2022 in US-Dollar. Bild: Statista

In Österreich wurde knapp ein US-Dollar pro Gigabyte Datenvolumen fällig, deutsche User mussten im Median fast das Dreifache bezahlen. Die Schweiz bildet hingegen mit Platz 216 von 233 nicht nur hinsichtlich des DACH-Raums ein absolutes Schlusslicht.

 

Auch wenn man sich nur Westeuropa anschaut, deren Ostgrenze in der Analyse interessanterweise recht willkürlich entlang von Finnland, Deutschland, Österreich und Italien verläuft, liegt die Schweiz zusammen mit San Marino und Frankreich an der Spitze. Österreich nimmt den achten von 28 Plätzen ein, während Deutschland auf Platz 18 landet, was den Preis für mobiles Internet an geht.

 

Laut Dan Howdle, dem für die Studie verantwortlichen Analysten, lassen sich die Preispolitik und die teilweise drastischen Unterschiede durch mehrere Faktoren erklären.

 

Teilweise hätten die bestplatzierten Länder und Regionen eine exzellente Mobilfunk- und Breitbandinfrastruktur. Damit können die Provider grosse Mengen an Datenvolumen zur Verfügung stellen und den Preis pro Gigabyte effektiv drücken.

 

In Gebieten mit weniger flächendeckendem Glasfaser-, Kabel- und DSL-Ausbau, wie etwa in Deutschland, seien hingegen Datenverbindungen über Mobilfunknetze zwingend nötig, was dazu führe, dass die Preise aufgrund von wirtschaftlichen Zwängen niedrig gehalten werden.

 

In der Auflistung wird übrigens das unterschiedliche Gehaltsniveau und Lebenshaltungskosten in den verschiedenen Ländern nicht berücksichtigt, ebenso nicht wie die Kaufkraft. So sind 7.37 US-Dollar pro Gigabyte in der Schweiz aufgrund des durchschnittlichen Jahreseinkommens von rund 69.000 US-Dollar laut OECD-Daten tendenziell erschwinglicher als beispielsweise 5.30 US-Dollar pro Gigabyte in Griechenland, in dem das durchschnittliche Jahreseinkommen lediglich bei knapp 25.000 US-Dollar liegt.

 

Das erstplatzierte Israel ist hierbei mit einem durchschnittlichen jährlichen Einkommen von circa 42.000 US-Dollar da deutlich besser aufgestellt und kann selbstverständlich 0.04 US-Dollar pro Gigabyte für den mobilen Internetzugang leichter bezahlen.

 

 

Quelle: Cable.co.uk (Englisch) via Statista, OECD (Englisch)

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