Mo. 20. Mai 2019 um 9:22

Mehr mobile Anrufe als vom Festnetz aus

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Call me maybe! Auch wenn immer weniger telefoniert wird, wird das Festnetz immer weniger beliebt. Zwar nutzen die meisten Menschen ihre allgegenwärtigen Smartphones für viele verschiedene Dinge, aber eben auch noch zum Telefonieren. Nun hat das Gesprächsvolumen, dass in Deutschland von Mobilfunkanschlüssen aus ging, erstmals das der Festnetzanschlüsse überstiegen. In anderen Ländern, wie Schweden etwa, ist dies schon länger der Fall und es sind sogar mehr Mobilfunkanschlüsse als Einwohnerinnen und Einwohner zu verzeichnen!


Festnetztelefon
Festnetztelefon – bald nur noch im Museum?

Rund 119 Milliarden Minuten wurde in Deutschland laut Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr 2018 von Handys aus telefoniert. Damit sind erstmals mehr Gesprächsminuten auf Mobilfunkanschlüsse entfallen, als auf das Festnetz, das lediglich noch 107 Milliarden Gesprächsminuten verzeichnet. Das klingt nach sehr viel. Schliesslich sind das umgerechnet über 203000 Jahre, die allein über das Festnetz in Deutschland telefoniert wurde!

Doch insgesamt wird weniger telefoniert, was immer wieder erstaunen mag. 2008 waren noch 199 Milliarden Minuten vom Festnetz und 86 Milliarden vom Mobilfunknetz ausgegangen, insgesamt also 285 Milliarden Gesprächsminuten. Da sind es zehn Jahre später, 2018, nur noch 226 Milliarden. Dabei sind natürlich alle VoIP– oder WhatsApp-Calls und Threema-Sprachnachrichten eben nicht erfasst. Diese werden vermutlich, zusammen mit der ganzen textbasierten Kommunikation, von Messenger bis zum Dinosaurier E-Mail, langsam aber sicher die Ferngespräche weiter zurückdrängen. Dann wird das Festnetztelefon vermutlich schon längst verschwunden sein.

nzahl der abgehenden Gesprächsminuten im deutschen Festnetz und Mobilfunk
Anzahl abgehende Gesprächsminuten im deutschen Festnetz und Mobilfunk | Statista

Auch in der Schweiz und in Österreich sieht es ähnlich aus.

 

Doch wie ist das bei euch? Ruft ihr lieber direkt an, schickt ihr Sprach- oder Textnacharichten?

 

 

Quelle: Bundesnetzagentur via Statista

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