Do. 20. September 2018 um 9:10

iOS und Android: Der grosse Unterschied

von Barbara Walter-Jeanrenaud8 Kommentare

Android oder iOS – oftmals eine Glaubensfrage. Wenn wir uns die beiden verbliebenen Tech-Giganten in Sachen mobiles Betriebssystem anschauen, gibt es doch immer wieder auffallend viele Ähnlichkeiten. Features werden übernommen, andere sagen: kopiert – neue Funktionen finden sich bald auch auf dem jeweils anderen Smartphone-Universum. Aber was wirklich Android ausmacht, ist die Fülle an Geräten, auf denen es zu finden ist. Während Apple sich alleine verantwortlich zeichnet für alle iOS-Geräte dieser Welt, gibt es Millionen Androiden von zig Herstellern. Kleine und grosse, bekannte und weniger bekannte. Neben HTC, Samsung und Huawei, LG, ZTE und Sony sind viele, viele mehr unterwegs, die alle auch etwas vom Smartphone-Kuchen haben wollen.

Neueste Android-Versionen hinken hinterher

Das führt unter anderem auch dazu, dass die Android-Welt deutlich fragmentierter ist. Wenn wir allein die Betriebssystem-Version betrachten, zeigt sich, dass Apples iOS-Geräte in Sachen Aktualität die Nase deutlich vorne haben. Und damit auch bei Features und nicht zuletzt in Punkto Sicherheit.

Während das neue, erst vor kurzem vorgestellte iOS 12, das seit dem 17. September offiziell heruntergeladen werden kann, voraussichtlich bald auf der Mehrheit der aktiven iPhones und iPads zu finden sein wird, ist das bei Android leider nicht so. Derzeit ist das im September 2017 vorgestellte iOS 11 schon auf 85 Prozent aller aktiven Geräte installiert. Auf Android-Geräten ist das aktuelle Android 9 oder Android Pie erst auf weniger als einem Promille aller aktiven Geräte zu finden! Auch die Vorgängerversion, Android 8 Oreo, ist erst auf 15 Prozent der Geräte anzutreffen.


Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Der große Unterschied – Verteilung von Betriebssystem-Versionen auf iOS- und Android-Geräten. Statisa

Marktanteil macht viel aus

Natürlich ist dabei zu bedenken, dass Android einen Marktanteil von über 80 Prozent aufzuweisen hat und Apple gerade mal um die 20 Prozent. Zudem ist die Krux der Markt-Fragmentierung mit so vielen Herstellern eben, dass diese erst die Updates auf ihre Hardware, sprich Geräte, anpassen und prüfen müssen. Das kostet Ressourcen, was oftmals leider dazu führt, dass die Updates später oder gar nicht erscheinen. Nicht wenige Hersteller liefern nur die notwendigsten Sicherheits-Patches für Ihre Androids aus und auch da wird, selbst bei grossen Namen, ordentlich getrickst. Da werden schon mal CVE-Fixes, also Updates, die kritische Sicherheitslücken beheben sollen, nur in der Version angezeigt, de facto aber gar nicht installiert.

Und auch wenn heutzutage die Android-Updates alle OTA, also Over-the-Air, installiert werden können und kein PC mehr gebraucht wird, installieren viele die Aktualisierungen wiederum lieber nicht – aus Angst, Daten zu verlieren. Eine Sorge, die, wie ihr sicher wisst, in den allermeisten Fällen völlig unbegründet ist.

 

 

Quelle: Statista

vg-wort
Das könnte Sie auch interessieren

8 Antworten zu “iOS und Android: Der grosse Unterschied”

  1. lowblow sagt:

    Mich wundert es sowieso das andauernd in Tests und Kolumnen ständig die miserable Update Politik der Android Unternehmen erwähnt wird, aber folgenlos bleibt.

    Ist ja klar, wenn in einem Artikel jedes noch so kleine my an Verbesserung der viel zu vielen Neuerscheinungen an Smartphones in den Himmel gelobt wird, aber nur in Fussnoten die Update Verfügbarkeit erwähnt wird.

    Hier müssten die Blogger, Kolumnisten und die Medien den Jungs mal auf den Busch klopfen!

    Hierzu wäre eine monatliche Übersicht der einzelnen Geräte in Verbindung mit dem Hersteller und der tatsächlichen Updates sinnvoll. Dann sollten die schwarzen Schafe mit Namen deutlich genannt werden. Das würde auch die trägsten der Branche bewegen.

    Denn Image ist alles!!

  2. Yves Jeanrenaud sagt:

    das ist keine schlechte Idee, danke für die Anregung! So ähnlich hatten wir das auch mal im Gespräch

  3. night sagt:

    Wen interessiert dies wirklich, Privat hat man was man hat und benutzt es solange es funktioniert. Gilt wohl für mehr als für 80% der Nutzer. Die Mobile Device affinen lasse ich hier einmal aus. Denn die wissen um die Materie mehr als nur Bescheid.

    Wenn man die Devices im Business nutzt so gibt es eine MDM (Mobile Device Management) oder eine EMM (Enterprise Mobility Management) Lösung, damit sichert man die Business Daten die in Containers auf den Devices liegen. Welches OS oder welche Version interessiert niemand, solange der MDM/EMM Hersteller diese unterstützt.

  4. lowblow sagt:

    Gut gebrüllt. Wie viele Firmenhandys gibt’s denn da? Man sollte nicht nur von Großkunden ausgehen, es gibt die breite Masse, die von einem sicheren Update profitiert weil sie leider auch sehr unbedarft jede neue Funktion nutzt. NFC Zahlung und so weiter.

    Außerdem sollte grundsätzlich jedes OS IMMER auf dem neuesten Stand sein und Sicherheitslücken schließen! Und gerade da sind die Hersteller in der Pflicht!

    Wem nützt da alle 4 Monate neue nicht innovative Handys die eine neu OS Version haben, die nicht mit Sicherheitsupdates versorgt werden, weil es den Herstellern egal ist???

  5. night sagt:

    In welcher Welt lebst Du denn. Solange es keine Pflicht gibt werden die Hersteller machen was Sie wollen.

  6. lowblow sagt:

    Eben drum!! Nur öffentlicher Druck hilft da, und da sind Medien ein sehr guter Ausgangspunkt.
    Man kann es Pranger nennen aber das trifft es wohl am besten. Solange alle nur still jammern und die Jungs gewähren lassen, wird natürlich nix passieren.

  7. Ahab sagt:

    Es interessiert die breite Masse einfach nicht, sonst würden die Pixel Phones gehen wie geschnitten Brot und Klitschen, die ihre Geräte quasi dead on arrival publishen, wären gar nicht existent.

    Ich finde es auch schade, dass Smartphones nicht den Stand haben, den Laptops und PCs haben. Die werden jahrelang benutzt. Warum? Weil die Softwarepflege bei MSFT liegt. Windows Phone hat eine durchaus wertvolle Nische besetzt: Software geschlossen aus einem Haus, mit verschiedenen Lizenznehmern und unterschiedlichen Geräten. Schade, dass Microsoft das verkackt hat…

  8. lowblow sagt:

    Dem kann ich nicht widersprechen!

    Leider hat es MS verkackt. Leider, leider, leider.

Schreibe einen Kommentar

Teilen