Do. 20. September 2018 um 9:03

Handy in der Gastronomie aufladen ist unbeliebt

von Barbara Walter-Jeanrenaud2 Kommentare

Handys und Tablets haben wir nicht nur jeden Tag bei uns, wir laden sie auch fast jeden Tag auf. Denn sie brauchen Strom – und das nicht zu knapp. Darum haben wir ja auch Powerbanks in allen Formen und Farben. Doch auch die müssen regelmässig wieder aufgeladen werden, denn sonst ist im Fall der Fälle auch der Reservestrom nicht verfügbar.

 

Doch was tun, wenn kein Strom mehr übrig ist, weder im Smartphone noch auf der Powerbank? Man könnte ja, während man die letzten Sommertage im Strassencafé geniesst, das Handy aufladen. Grosse Ketten wie Starbucks oder Coffee Fellows bieten schon längst nicht nur Qi-Tische und -Tresen, sondern auch Steckdosen und USB-Dosen an, über die man seine vielzähligen mobilen Devices mit Strom versorgen kann. Natürlich nur, solange man im Lokal verweilt und in der Regel auch konsumiert.

Doch wo dies nicht geboten wird, könnte man ja das Personal bitten, das Handy aufzuladen hinterm Tresen. Ein passendes Ladekabel bzw. Netzteil ist oftmals ja im kleinen Handgepäck dabei oder aber die Angestellten haben ein kompatibles zur Hand. 


Kaspersky Smartphone Nutzerin Restaurant Caffee

Doch genau das will kaum jemand machen. Eine Umfrage unter tausend Personen mit Smartphone in Deutschland, die durch die renommierte Arlington Research im Auftrag von Kaspersky Lab durchgeführt wurde, zeigt: Das Vertrauen Gastronomie-Kräfte nicht stark ausgeprägt, wenn es um das eigene Smartphone geht. Die
überwiegende Mehrheit von 60.8 Prozent der Befragten übergebe ihr Handy zum Aufladen nicht in
deren Obhut. Lieber offline also, als zu riskieren, ausspioniert zu werden. 

Mehr als die Hälfte (55 Prozent) würde ihr eigenes Handy nicht einmal als Pfand überlassen, um schnell zum Geldautomaten zu sausen, weil das Bargeld für die Rechnung nicht ausreicht.

Wie es scheint, fürchten sich viele davor, dass unbefugte Personen das Smartphone ausspionieren oder anderweitig missbrauchen könnten. Das zeigt sich auch beim Liegen-lassen am Tisch. An der Bar oder im Café würden 81.6 Prozent ihr Smartphone auf keinen Fall liegen lassen, auch nicht für kurze Zeit, beispielsweise für den Gang zum WC. Nur wenn ein Familienmitglied, Freund oder Freundin am Tisch bleibt, würden 42.2 Prozent das Handy nicht mitnehmen. Das führt wohl auch dazu, dass nur 14.2 Prozent der Befragten bisher ihr Smartphone schon
einmal in einer Bar oder in einem Café vergessen haben.

Auch beim WLAN vorsichtig?

Doch auch wenn die befragten Menschen anscheinend sehr vorsichtig sind, was ihre Geräte selbst angeht, sinkt bei kostenlosem WLAN die Vorsicht. Einem gratis verfügbaren WLAN-Signal wiederum wird von sehr vielen sehr viel schneller vertraut. 57.3 Prozent gaben an, dass sie kostenlose Internetzugänge in Bahn, Bus, Bar und Café gerne nutzen. Klar – das schont ja schliesslich das eigene Volumen im Mobilfunktarif. In der Regel sind solche WLAN-Signale aber unverschlüsselt, um allen einen einfachen und unkomplizierten Zugang zu ermöglichen. Ganz im Gegensatz zum WLAN zu Hause wird also alles unverschlüsselt übertragen und kann prinzipiell ohne nennenswerten Aufwand mitgelesen werden. Egal ob E-Mails, Webseiten-URL oder gleich Usernamen und Passwörter – alles ist dann mittels frei verfügbarer und einfach zu bedienender – übrigens auch legaler – Software auslesbar.

Dabei kann auch hier einfach Abhilfe geschaffen werden: Einfach eine VPN-App benutzen, um die Verbindung im unverschlüsselten WLAN selbst sicher zu verschlüsseln.

 

Quelle: Kaspersky Pressemitteilung

 

 

 

Darum interessiert uns eure Meinung und Erfahrungen:

Wer von euch nutzt denn regelmässig VPN-Verbindungen in öffentlichen oder einfach nur fremden WLANs zur eigenen Datensicherheit? Warum? Oder warum nicht? Oder nutzt ihr gar keine solchen Internetzugänge?

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2 Antworten zu “Handy in der Gastronomie aufladen ist unbeliebt”

  1. Grisu 1968 sagt:

    Bei uns gibt es im örtlichen EDKA abschließbare Boxen wo man kostenlos sein Handy aufladen kann. Ist ein kleiner Lebensmittelladen auf dem Dorf.

  2. phoenix0_4 sagt:

    Also ich hab es erlebt, dass der Gastronom untersagte, eine Steckdose zum Laden des Smartphones zu nutzen. Daher war ich erstmal über den Inhalt des Artikels überrascht. ^^

    In dem Original-Artikel steht aber nicht, warum die Leute ihre Smartphones nicht zum Aufladen abgeben wollen. Ich würde weniger Datenspionage als Angst vor Diebstahl befürchten. Aus diesem Grund lässt man ja auch sein Portemonnaie nicht einfach herumliegen, wenn man mal zur Toilette geht.

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