Fr. 14. Juli 2017 um 13:37

Facebook: Günstigere Standalone Oculus Rift-Alternative geplant

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Die Virtual Reality, oder kurz VR, ist ohne Frage eine der grössten Errungenschaften der Unterhaltungsbranche soweit bisher. In 3D-Welten eintauchen und sich sogar teilweise darin bewegen, dass ist wohl der Traum eines jeden Spielers. Die VR-Sparte leidet aber unter diversen Problemen, die es zu bewältigen gilt, bevor das Thema richtig massentauglich werden kann. Einigen davon möchte sich die Facebook-Tochter OculusVR mit einer weiteren VR-Brille nun annehmen.

Günstiger als die Rift und abgekapselt von Smartphone oder PC

Vielen sind die aufgerufenen Preise für richtiges VR à la Oculus Rift oder HTC Vive noch immer zu hoch. Inklusive potentem Gaming-PC, der dafür einfach benötigt wird, kommt für ein Gesamtpaket mal schnell ein Tausender zusammen. Dann gibt es noch die Seite des “mobilen VR”. Dort steckte man bisher, wie etwa bei Samsungs Gear VR, ein kompatibles Smartphone in ein Head-mounted Display, welches die Rechenpower, Sensorik und den Bildschirm mitbringt.

 

Noch in diesem Jahr möchte OculusVR ein neues VR-Headset ankündigen. Dieses soll dann autark funktionieren. Für Rechenpower soll dann scheinbar ein Highend Snapdragon-Chip sorgen. Ausserdem beherbert die Brille dann auch einen integrierten Akku sowie die nötigen Tracking-Sensoren. Entwickelt wird das Gerät unter dem Codenamen “Pacific” und soll schon 2018 für erschwinglichere 200 US-Dollar auf den Markt kommen.


Bereits 2016 wurde die Technik auf der Konferenz Oculus Connect 3 anhand des “Santa Cruz”-Prototypen demonstriert.

Damit will Facebook die Technik einer grösseren Masse zugänglich machen. Die Frage ist aber noch, wie die Inhalte für dieses Gerät dann später aussehen. Für komplexe VR-Welten der grossen PC-gebundenen Headsets dürfte die Rechenkraft eines Snapdragon-SoC wohl kaum reichen. Schon jetzt wird trotz FullHD-Rendering ein recht potenter Spiele-PC fällig. Dabei sehen Grafiken in der VR-Brille selbst noch recht schwammig aus, weshalb viele Interessenten noch auf eine zweite Generation von Vive und Co. warten. Es bleibt also spannend, womit Pacific dann in 2018 seinen Preis rechtfertigen will.

 

 

Quelle: Bloomberg (Englisch)

 

Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Teilen