Sa. 11. Januar 2020 um 7:01

Die fünf besten Alternativen zu PayPal

von Karl Maier0 Kommentare

PayPal ist ein sicheres Zahlungsmittel und bei Online-Transaktionen häufig die beliebteste Variante. Ob das Bezahlen der Pizzabestellung, des gerade gebuchten Flugs in den Urlaub oder der neuesten Online-Bestellung: PayPal geht schnell, ist unkompliziert und der Käufer-Schutz hilft zum Beispiel bei eBay-Transaktionen enorm.

 

PayPal ist jedoch nicht in allen Bereichen ein Segen. Für Online Casinos in der Schweiz zum Beispiel wird der Bezahlanbieter zum Fluch, denn aus rechtlichen Gründen darf die Bezahlvariante PayPal in Schweizer Casinos nicht angeboten werden. Um in Schweizer Online Casinos bezahlen zu können, müssen also Alternativen her.

 

Auch an anderer Stelle kann es Sinn machen, andere Bezahlanbieter zu nutzen und zum Beispiel auf eine Alternative zu PayPal umzusteigen. Schliesslich werden beim Abwickeln von Bezahlungen über PayPal auch immer eine Menge Daten geteilt und nicht alle möchte diese gleich beim Marktführer hinterlegen.

Ein Blick auf die besten PayPal-Alternativen lohnt also, um beim nächsten Bezahlvorgang abzuwägen, ob es wirklich der US-Riese sein muss.


Bild: PocketPC.ch

Das sind die fünf besten PayPal-Alternativen

1. Skrill

Die Firma Paysafe, die hinter dem Bezahldienst Skrill steckt, sitzt in Grossbritannien und unterliegt somit strengeren Datenschutzlinien als PayPal in den USA – zumindest vor dem Brexit. Skrill wird aber von britischen Regulierungsbehörden beaufsichtigt, die als besonders streng gelten, wodurch die Nutzung von Skrill für Kunden absolut sicher ist. Um Skrill zu nutzen, muss wie auch bei PayPal ein Kundenkonto angelegt werden. Auf dieses kann dann Geld geladen werden, sodass Online-Transaktionen aus diesem digitalen Portemonnaie bezahlt werden können. Ob das Senden von Geld an Bekannte oder der Kauf in einem Online-Shop – Skrill funktioniert genauso unkompliziert wie PayPal.

Vorteile:

Skrill transferiert Geld in über 40 verschiedene Währungen. Das Einrichten des Kontos ist sehr simpel und übersichtlich und besonders für Online Casinos und Online Wetten ist Skrill eine Top-Option. Ausserdem kann über Skrill auch per E-Mail Geld an Freunde gesendet werden, die noch keinen Skrill-Account haben.

Nachteile:

Damit die Freunde das Geld abrufen können, müssen sie sich einen Skrill-Account anlegen. Ausserdem ist das Senden von Geld über Skrill nicht kostenlos – 1 Prozent Gebühr werden fällig und maximal 10 US-Dollar. Skrill ist deutlich weniger verbreitet als PayPal oder andere Bezahldienste, was die ausschliessliche Nutzung dieses Bezahltools schwierig machen könnte. Auch in vielen Onlineshops hat sich Skrill noch nicht etabliert – in Online Casinos dafür umso mehr!

2. Apple Pay

Apple Pay ist eine Wallet für das iPhone und basiert auf NFC-Technik. Innerhalb von Onlineshops und Apps kann jedoch mit Apple Pay auch bezahlt werden. Dafür werden wie auch bei PayPal die Daten genutzt, die im persönlichen Konto hinterlegt sind. Im Gegensatz zu PayPal landen die eigenen Daten also nicht bei externen Shop-Betreibern, sondern verbleiben innerhalb der Apple-Welt.

Vorteile:

Der Vorteil von Apple Pay ist, dass Apple-User es sehr einfach aktivieren können. Ausserdem ist der Service für Konsumenten kostenlos.

Nachteile:

Von Händlern behält Apple 0.15 Prozent Gebühren pro Transaktion ein. Ausserdem funktioniert Apple Pay natürlich nur mit entsprechenden iOS-Geräten. Nicht alle Apps haben sich bereits Apple Pay angeschlossen, grosse internationale Player wie Airbnb oder Uber sind aber an Bord.

3. Amazon Pay

Amazon Pay ist eine solide Alternative zu PayPal und einer der bekanntesten Online-Bezahldienste. Schon über 33 Millionen Kunden haben von diesem Dienst schon mindestens einmal Gebrauch gemacht und die Funktionsweise ist kinderleicht. Genauso wie bei PayPal kann ganz einfach Geld gesendet und empfangen werden. Auch in Onlineshops, die am Amazon Pay Programm teilnehmen, kann mit dem Dienst bezahlt werden. Dafür muss nur ein Amazon-Konto vorhanden sein, mit dessen hinterlegten Daten dann gezahlt wird.

Vorteile:

Als Sender ist die Überweisung von Geld kostenlos. Eine Prime-Mitgliedschaft bei Amazon oder eine zusätzliche Registrierung sind nicht nötig, um von Amazon Pay zu profitieren.

Nachteile:

Das Angebot an Partnershops ist begrenzt, aktuell sind es rund 150 teilnehmende Händler. Ausserdem müssen Händler, die eine Bezahlung über Amazon Pay anbieten und weniger als 5.000 Euro pro Monat umsetzen, eine Gebühr für diese Bezahlweise entrichten. Sie beträgt pauschal 35 Cent plus 1.9 Prozent des Warenwerts.

Bild: pixabay

4. Google Pay

Um mit Google Pay zu bezahlen, muss einmalig die Kreditkarte im Google Konto hinterlegt werden. Die Funktionsweise von Google Pay ist der von Apple Pay sehr ähnlich – mit dem Android-Smartphone kann dank NFC-Schnittstelle mit einem digitalen Wallet an der Kasse bezahlt werden. Dafür muss einfach nur das Smartphone an der Stelle aufgelegt werden, an der sonst auch eine Kreditkarte, mit der kontaktlos bezahlt wird, zum Einsatz kommt. Auch Google Produkte, Artikel in Apps und Artikel auf Websites lassen sich über Google Pay bezahlen.

Vorteile:

Wer sein GPS-Signal am Smartphone aktiviert hat, erfährt beim Betreten eines Geschäfts, ob dieses Google Pay akzeptiert (lässt sich in den Einstellungen auch ausstellen). Das Bezahlen klappt schnell und unkompliziert. Sogar ohne App-Aktivierung lässt sich mittels Google Pay bezahlen.

Nachteile:

Google erfasst zwar nicht, was genau eingekauft wird, das Geschäft, der Betrag, der Standort, die Uhrzeit und das Datum werden aber gespeichert. Für Google-Kritiker und Datenschutzverfechter ist das ein klarer Minuspunkt. Bezahlen mit Google Pay ist nicht in allen Geschäften möglich, viele grosse Ketten sind aber an Bord. Noch kann via Google Pay kein Geld an Freunde geschickt werden (bisher nur in den USA), an dieser Entwicklung wird aber noch gearbeitet.

5. Neteller

Der Online-Bezahldienst Neteller gehört zur Paysafe-Gruppe und kann genutzt werden, um Geld an Händler zu überweisen oder es zu erhalten. Neteller ist in über 200 Ländern verfügbar. Seit dem Zusammenschluss mit Skrill ist die Paysafe-Gruppe einer der grössten Anbieter für Online-Bezahldienste geworden. Viele Online Casinos und Online Wettanbieter arbeiten mit Neteller zusammen.

Vorteile:

Auf dem Konto verfügbares Guthaben kann via NET+ MasterCard abgehoben werden. Auch eine Auszahlung des Guthabens auf ein Bankkonto ist möglich. Das Aufladen des Neteller-Kontos ist via Kreditkarte, Überweisung, Bitcoin, Skrill und ähnlichem möglich. Kunden können auf Wunsch auch eine virtuelle Kreditkarte beantragen, mit der Online Einkäufe getätigt werden. Die Besonderheit ist, dass für jeden Kauf mit dieser Karte eine neue Kreditkartennummer generiert wird, was die Sicherheit erhöht.

Nachteile:

Im Gegensatz zu PayPal besitzt Neteller keine Banklizenz. Wer Neteller ein Jahr lang nicht nutzt, muss anschliessend bis zu 2 Euro monatlich an Gebühren bezahlen. Auf Einzahlungen von der Kreditkarte entfallen bei Neteller Kosten. Auch Auszahlungen kosten etwas, wenn nicht gerade an andere Händler ausgezahlt wird.

 

Die Vielfalt der Online-Bezahldienste ist also gross und es muss nicht immer der Marktführer sein. Gerade Apple Pay oder Google Pay sind sehr attraktiv, wenn es darum geht, per NFC-Schnittstelle auch im Geschäft zu bezahlen und die Kreditkarte stecken zu lassen. Bei allen Anbietern wird in den nächsten Jahren noch ein weiteres Wachstum erwartet – mehr Shops, mehr Kooperationspartner und mehr Funktionen werden auf den Markt kommen und das digitale Bezahlen noch stärker etablieren.

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