Do. 17. August 2017 um 21:35

Apple will mit einer Milliarde US-Dollar Budget in die Liga von “Game of Thrones” aufsteigen

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Lineares Fernsehprogramm wird in der heutigen Gesellschaft zunehmend unbeliebter. Ständig Werbepause, welche gefühlt länger gehen als die Programme, ein vorgeschriebener Sendeplan, und die Qualität der Inhalte nimmt auch so langsam ab. Produktionen wie Serien und Filme aus Hollywood landen zudem erst sehr spät im normalen Fernsehen. Kein Wunder das Streaming-Anbieter momentan aus allen Rohren feuern und Eigenproduktionen ohne Ende abwerfen (Amazon und Netflix zum Beispiel). Apple will nun einen Teil vom leckeren Apfelkuchen abhaben und soll scheinbar gewillt sein viel Geld dafür auszugeben.

Eine Milliarde für Eigenproduktionen à la “Game of Thrones”

Ist man Abonnent_in von den derzeit führenden Streaminganbietern Amazon oder Netflix, kann man sich vor neuen Serien kaum noch retten. Gefühlt täglich ploppen neue Folgen, Staffeln oder gar neue Formate wie Pilze aus dem Waldboden. Die Qualität ist dabei auch immer recht hoch, wie Auskopplungen wie Amazons “Fear The Walking Dead” oder Netflix’ “Stranger Things” zeigen. Dementsprechend viele zahlen dafür auch bereitwillig monatliche Gebühren. Die beiden genannten Konzerne geben für solche Exklusivinhalte auch nicht gerade wenig Geld aus: Laut Schätzungen hat Amazon ein jährliches Etat von 4.5 Milliarden US-Dollar, und Netflix sogar über 6 Milliarden US-Dollar. Selbst amerikanische Sender wie HBO (Game of Thrones, Sex and the City) geben immerhin 2 Milliarden US-Dollar für eigene Serien aus.

 

Da sich Apples Streamingangebot derzeit überwiegend auf Fremdinhalte stützt, will der Konzern im nächsten Jahr auch den Einstieg ins Seriengeschäft wagen. Zu Beginn sollen sich die Geldmittel dafür zunächst auf 1 Milliarde US-Dollar beschränken. Das soll für etwa zehn “eigenproduzierte” Serien reichen. Um in der Welt des Streamings aber Fuss zu fassen, sollte darunter aber mindestens ein Kracher in ähnlichem Ausmass wie Game of Thrones oder Breaking Bad sein

 

Für die Planung dieser Produktionen stellte Apple vor zwei Monaten übrigens zwei wichtige Namen aus Hollywood ein: Die Top-Manager Jamie Erlicht und Zack Van Amburg, welche unter anderem für das Crystal Meth-Abenteuer Breaking Bad und dessen Auskopplung Better Call Saul mitproduzierten. Sie gelten laut Apple als die talentiertesten Manager der Branche.

 

Dazu muss man sagen, dass iTunes als Plattform für Filme und Serien wie geschaffen dafür scheint, ein ähnliches Angebot auf den Markt zu bringen, wie es Amazon und Netflix derzeit anbieten. Ein solches Angebot könnte dann mit einer zusätzlichen Gebühr, neben Apple Music, in die Abos bereits laufender Accounts einfliessen. Aber natürlich ist letzteres bisher nur reine Spekulation. Wir müssen uns also noch bis mindestens nächstes Jahr gedulden.


 

 

Quelle: Meedia

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