Mi. 06. Dezember 2017 um 21:02

Amazon vs. Google: YouTube-App auf Fire TV-Geräten bald nicht mehr nutztbar

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Grosse, wirtschaftlich sehr starke, Konzerne haben Macht, und nutzen diese auch gerne aus. Gerade wenn es zwischen zwei Parteien Reibereien gibt, wirkt sich das nicht selten auch auf den Endkunden oder die Endkundin aus. Die Fehde zwischen Versandriese Amazon und dem Suchmaschinengiganten Google besteht schon seit längerer Zeit, geht nun aber in die nächste Runde.

YouTube-Apps auf Fire TV-Geräten werden in kürze vom Videodienst abgewiesen

Bisher konnten Fire TV-Besitzer_innen nicht nur auf etliche Apps und Streamingdienste wie Amazon Video oder Netflix zugreifen, sondern auch Usercontent über eine Drittanbieter-App von YouTube abrufen. Die App selber wird es auch weiter geben, jedoch will Google aufgrund eines Streits mit Amazon ab dem kommenden Januar den Zugriff durch Amazons Streaming-Stick und -Boxen unterbinden.

 

Damit verlieren die beliebten Amazon-Produkte ein enorm wichtiges Feature. Über Umwege wird es sicher noch möglich sein YouTube-Videos auf den Geräten abzuspielen, von Komfort kann dann aber keine Rede mehr sein. Googles harschen Beschluss hat sich Amazon jedoch grösstenteils selbst zuzuschreiben. Der Versandhändler weigert sich nämlich noch immer, Google-Produkte wie das Google Home (Mini) oder die Chromecast-Dongles ins Sortiment zu nehmen – vermutlich um das eigene Angebot zu pushen.

 

Selbes gilt übrigens nun auch für die Smart Home-Artikel von Googles Schwesterfirma Nest, die immerhin eine ganze Zeit lang über Amazon erhältlich waren. Dieser Disput fing schon vor langer Zeit an, quasi gefühlt als die Römer bei den Galliern einmarschierten. Gut, solange nun auch wieder nicht, aber mit der Ankündung von FireOS, eine stark eingeschränkten Android-Version ohne Zugang zum Play Store. Das ist Google natürlich ein grosser Dorn im Auge. Ob die Funktionalität 2018 wieder freigeschaltet wird, lässt sich schwer einschätzen. Möglicherweise zwingt Google Amazon damit aber zu einem Kompromiss.


 

 

Quelle: Golem

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