Di. 09. Februar 2021 um 8:21

Ärzte warnen nicht nur vor dem iPhone – Auch andere Handys betroffen

von Marcel Laser 0 Kommentare

Die Ärzte und Ärztinnen des Henry Ford Heart & Vascular Instituts haben mit einem Bericht und Video über das iPhone 12 für Aufsehen gesorgt. Der neu eingeführte MagSafe-Anschluss, der zum kabellosen Laden genutzt wird, kann schwerwiegende Folgen für Nutzerinnen und Nutzer haben, die einen Herzschrittmacher oder andere lebensnotwendige Implantate nutzen. Aber wie ein neuer Bericht im Netz zeigt, sind nahezu alle Smartphones betroffen, nicht nur das iPhone.

Herzschrittmacher und Defibrillatoren: Handys können sehr gefährlich werden

Apple änderte nach dem Bericht über das iPhone 12 die Anleitung für die Nutzung zum Gerät und empfiehlt, das Gerät mindestens mit 15 Zentimeter Abstand vom Körper zu nutzen. Laden die neuen Modelle am MagSafe, dann sollten sogar 30 Zentimeter eingehalten werden. Verständlich, denn elektromagnetische Felder stören Geräte wie Herzschrittmacher und im Körper implantierte Defibrillatoren, die ihrerseits ebenfalls mit Magneten arbeiten. Ein neuer Bericht rückt allerdings nicht nur das iPhone in den Fokus, sondern fast alle Handys.

Wie ArsTechnica berichtet, betrifft das Problem aber nicht nur das iPhone, denn viele Modelle auf dem Markt, die kabellos geladen werden oder entsprechende Technik verbauen, sind gefährlich für Herzschrittmacher, Defibrillatoren und andere Implantate. Das betrifft übrigens auch die verbauten Funkmodule für WLAN, Bluetooth, vor allem aber auch NFC und Mobilfunk. Das iPhone 12 rückt das Thema allerdings mit MagSafe aktuell in den Fokus, was trotz des negativen Falls auch durchaus positiv gesehen werden kann.


Apple iPhone 12 Pro
Der neue MagSafe-Charger von Apple nutzt eine spezielle Spule aus Magneten im iPhone 12. (Bild: PocketPC)

Hersteller wie Samsung und Xiaomi, die sich in der Vergangenheit oft über Apple lustig machten, aber dann doch in die gleiche Kerbe schlugen (Samsung löschte sogar Texte und Videos, die sich über den Wegfall des Netzsteckers lustig machten), haben sich zu dem Thema jedenfalls noch nicht geäussert. Wahrscheinlich weil diese auch durchaus wissen, dass es schnell in die falsche Richtung laufen kann.

 

Die hohe Aufmerksamkeit des Themas könne aber zukünftig für eine Verbesserung der Situation sorgen. Hersteller könnten sich beispielsweise Bemühen, die Probleme für genau diese Zielgruppe wesentlich besser in den Griff zu kriegen. Das gilt in dem Falle nicht nur für das bereits geschundene Apple, sondern auch für die Unternehmen, die den iPhone-Hersteller einen Schritt voraus sein wollen. Hier kann die Branche allgemein also nur gewinnen. Vorausgesetzt es bewegt sich in diese Richtung überhaupt was.

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