Fr. 01. Dezember 2017 um 19:27

Snapdragon 845 Fertigung wahrscheinlich nur in 10nm LPE statt 10nm LPP

von Marcel Laser0 Kommentare

Anscheinend muss Qualcomm einen kleinen Rückschlag einstecken, zumindest wenn es derzeit nach Gerüchten aus China geht, die dem neuen Snapdragon 845 Prozessor eine etwas ältere Technik bescheinigen. Dabei geht es um die Fertigung des SoCs und welchem Prozess dieser unterliegt. Der Exynos 9810 hingegen wird auf die neue Technik setzen. Eine Gemeinsamkeit gibt es aber am Ende doch noch: Beide Chips werden in 10nm Strukturbreite gefertigt.

Galaxy S9 könnte grössere Unterschiede in der Leistung ausweisen

Der Exynos 9810 wurde von Samsung bereits angekündigt, viel ist aber weder über Samsungs Prozessor, noch über Qualcomms neuen Snapdragon 845 bekannt. Bisher galt allerdings als sicher, dass beide Chips im neuen 10nm LPP Verfahren gefertigt werden. LPP steht hier für Low Power Plus und ist der Nachfolger des 10nm LPE (Low Power Early) Prozesses. Welche Vorteile sich genau ergeben, konnte man bisher nicht im Details herausfinden, doch sollen Chipsätze im LPP Verfahren entweder 10 Prozent schneller arbeiten können oder 15 Prozent weniger Energie verbrauchen. Das 10nm LPE Verfahren wird seit Ende 2016 für die Fertigung von SoCs eingesetzt und kommen sowohl beim Snapdragon 835 (Galaxy S8 und Note8 (beide US-Version)), HTC U11, Xperia XZ1, LG V30) als auch beim Exynos 8895 zum Einsatz (Galaxy S8 und Note 8 in unserer Region).

 

Nun tauchen in China aber immer mehr Gerüchte auf, nach denen der neue Snapdragon 845 noch im 10nm LPE Prozess gefertigt wird. Das könnte das Galaxy S9 auf einige Probleme stossen lassen, denn es ist eines der wenigen Smartphones, welches genau wie seine Vorgänger in unterschiedlichen Regionen auf andere Prozessoren setzt. In den USA kommen Beispielsweise nur Geräte mit Snapdragon Chipsatz auf den Markt, während Europa Samsung-Smartphones mit Exynos Prozessoren bekommt. Damit könnte der kommende Snapdragon entweder deutlich langsamer als der Exynos Chipsatz werden oder wäre vielleicht deutlich stromhungriger. Ein Unterschied, den sich vielleicht nicht alle Fans gefallen lassen würden, auch wenn wir wohl nicht davon betroffen wären.

 

Allerdings werden sich andere aktuelle Flaggschiffe von Sony, LG oder HTC bzw. auch die kommenden Pixel 3 Smartphones von Google mit Samsungs Topmodellen für 2018 messen müssen. Sollten die Unterschiede zwischen den Chips gravierender ausfallen als gedacht, dann wird das Galaxy S9 wohl bereits jetzt schon das schnellste Android-Smartphone auf dem Markt sein und von keinem Snapdragon Gerät überholt werden können. Es bliebe aber abzuwarten, was der Kirin 980 im nächsten Jahr zu leisten im Stande wäre.

 

Wir behalten die Sache jedenfalls im Auge. Spätestens zur CES werden eventuell bereits erste Geräte erwartet und Benchmarks sind oftmals ein gutes Indiz, sofern diese vor der Vorstellung im Netz auftauchen sollten. Bisher handelt es sich natürlich noch um reine Spekulation und ein Gerücht aus China. Die Hinweise verdichten sich allerdings immer mehr. Eins ist jedenfalls schon einmal sicher: Beide Chips sollen sich bereits in der Massenfertigung befinden.


 

 

Quelle: ItHome

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