Di. 30. Januar 2018 um 19:19

Smartphone Preise steigen das zweite Jahr in Folge an

von Marcel Laser0 Kommentare

In 2017 wurden einige preisliche Rekorde gebrochen und viele Hersteller zogen die Preise ihrer Flaggschiffe ziemlich an. Grosse Marken wie Apple, Samsung und Huawei sind hier nicht unschuldig dran, aber auch die kleineren Preisleistungssieger aus anderen Jahren werden anscheinend immer teurer. Der Markt gibt es her und die Daten sprechen hier eine recht eindeutige Sprache. Bereits das zweite Jahr steigt der Durchschnittspreis für gekaufte Geräte in Folge.

Smartphone-Preise: Im Schnitt über 360 US-Dollar im vierten Quartal 2017

Ausschlaggebend für die folgenden Zahlen sind Analysen der Firma GfK, die sogenanntes Point-of-Sale-Tracking in mehr als 75 Märkten betreibt. Hier werden auch die durchschnittlichen Preise in den jeweiligen Jahren und dem für die Hersteller so extrem wichtigen Weihnachtsquartal ermittelt. So wurden im vierten Quartal 2017 im Schnitt eine Preisreichweite von 367 US-Dollar für neue Geräte ermittelt. Im gleichen Quartal des Vorgängerzeitraums, also in 2016, waren es noch 330 Euro. Somit wurden 10 Prozent mehr US-Dollar im letzten Quartal in 2017 ausgegeben.

 

Aber auch im Jahresvergleich selbst, lässt sich über die letzten zwei Jahre ein starkes Wachstum bei den Preisen feststellen. Während 2012 mit 378 US-Dollar im Schnitt noch eigentlich am meisten ausgegeben wurde und seitdem bis 2015 jedes Jahr der Preis sank, sind den folgenden zwei Jahren die Preise wieder angezogen. So zahlte man in 2016 rund 3 Prozent mehr im Schnitt und in 2017 sogar 7 Prozent mehr.

 

Das ist vor allem auch den Herstellern zu verdanken, die in den letzten zwei Jahren die Preise anzogen. Das Galaxy Note8 brachte es beispielsweise als erstes Note-Device der Serie auf 1000 Euro. Das iPhone X sprengte die Grenze mit 1’150 Euro sogar noch weitaus mehr. Aber Huawei konnte das ebenfalls. Die Huawei P10 Modelle wurden ebenfalls teuerer als ihre Vorgänger auf den Markt gebracht. Das Huawei Mate 10 Pro kostet mit 800 Euro UVP auch 100 Euro mehr als das Mate 9 im Jahr davor.


Die Preise steigen wieder, bzw. der Preis, der im Schnitt für Smartphone gezahlt wird.

Interessant ist aber der hohe Unterschied zwischen den Jahren. 2012 lag der Durchschnittspreis deutlich höher, aber Flaggschiffe aus diesen Jahren waren dennoch nicht so teuer wie heute. Das liegt vor allem daran, dass 2012 noch eines der Hype-Jahre der Branche war. Es wurden zu dieser Zeit wohl viel mehr teure Topmodelle verkauft. Mittlerweile ist die Mittelklasse aber ebenfalls nicht mehr zu verachten. Viele Highend-Features schaffen es auch in weniger kostspielige Modelle. Das neue Nokia 6, das Honor 9 oder auch die Moto G Reihe von Lenovo sind wenige Beispiele von vielen.

 

Die Analysefirma GfK geht aber auch davon aus, dass der grosse Boom für riesige Displays eine Rolle spielt. Highend-Modelle mit erheblich grösserem Bildschirm sind meist auch deutlich teurer und vor allem ab 6 Zoll wird es nicht gerade viel günstiger.

 

 

Quelle: Statista via GfK

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