Di. 27. Dezember 2016 um 17:35

Samsung: Note7 wird bald auch in der Heimat deaktiviert

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Wie die Meisten sicher wissen, stammt der derzeit grösste Smartphonehersteller Samsung aus dem schönen Südkorea. In aller Welt löste das gescheiterte Galaxy Note7 gigantische Schlagzeilen aus, da aufgrund eines noch nicht offiziell in Stein gemeisselten Kosntruktionsfehlers der Akku einen chemischen Brand auslösen konnte.

Südkorea hat bisher die wenigsten Note7-Einheiten abgegeben

Oder besser „kann“, denn in der Heimat des Technikriesen wurden bislang die wenigsten potenziell defekten Geräte um- oder eingetauscht. Dabei mangelt es an interessanten Angeboten seitens des Herstellers nicht. Wahlweise kann man dort den gesamten Kaufpreis zurückerhalten oder das Gerät gegen eine geringe Auszahlung und ein alternatives Modell, wie etwa ein Galaxy S7 edge, eintauschen. Auch ein Upgrade zur neuen Generation, also der Galaxy S8/Note8-Palette, bietet man dort an.

 

Rigorose Massnahmen, wie sie in Europa und den USA vorgenommen wurden, wendete man in Südkorea dann doch eher zurückhaltender an. Im Rest der Welt wurde die Akkukapazität der Telefone nämlich auf ein Niveau reduziert, das es für den Alltagsgebrauch de facto unbrauchbar macht, da man mit 60 Prozent nicht mehr weit kommt. Auch das Einwählen in einige Netze bekannter Mobilfunkanbieter wurde unterbunden. Die Strategie zeigte aber durchaus Wirkung, da vor kurzem immerhin schon ein Bärenanteil defekter Note7 in den westlichen Märkten eingereicht wurde. Lediglich die Limitierung der Akkukapazität drückte man den dort angesiedelten Nutzern_innen auf.

 

Das soll sich aber anscheinend in Bälde ändern, sodass auch in Südkorea die verbliebenen Einheiten quasi „kastriert“ werden. Schon im Januar möchte Samsung die Akkukapazität sowie die Nutzung lokaler Mobilfunknetze weiter einschränken, um den Umtauschprozess zu finalisieren. Entsprechende Gespräche mit den dort ansässigen Dienstleistern wurden schon geführt. Letztendlich wird man die Geräte also per Software-Update vollständig aus dem Verkehr ziehen. Sie werden sprichwörtlich auch dort komplett aufhören zu funktionieren, indem sie sich nicht mehr aufladen lassen. Letzteres wird allerdings noch entsprechend überdacht. Schliesslich will man bei Samsung vor allem im Heimatland für die Sicherheit der treugebliebenen Käuferschaft Sorge tragen.

 

 

Quelle: The Investor (Englisch)

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