Mi. 29. März 2017 um 20:25

Samsung Mitarbeiter äussert sich über die Auswirkungen des Note7-Dramas auf den deutschen Markt

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Der koreanische Technikriese Samsung ist derzeit wieder mal in aller Munde. Aber nicht etwa dank negativer Schlagzeilen, sondern dieses Mal eher durch Meldungen mit positivem Einschlag. Zum einen wäre da die offizielle Vorstellung der beiden neuen Flaggschiffe Galaxy S8 und S8+ und zum anderen bekommt das gescheiterte Note7 nun trotz gegenteiliger Berichterstattung doch noch eine Chance den Markt zumindest ein bisschen zu erobern, bevor schliesslich der Nachfolger Galaxy Note8 auf der Matte steht. Gerade in Bezug auf das Note7-Debakel hat sich Samsungs “Director Marketing IT & Mobile Devices” Mario Winter nun zu Wort gemeldet.

Note7-Fiasko hatte im deutschen Markt so gut wie keine Auswirkungen

Viele Anhänger_innen der Marke befürchteten durch die zahlreich in Brand geratenen Phablets einen bleibenden Schaden für die Note-Serie und sogar für die Marke Samsung an sich. Dies scheint – zumindest bezogen auf Deutschland – aber keineswegs der Fall zu sein. Dies sagte Mario Winter im Interview mit dem deutschen Wirtschaftsmagazin absatzwirtschaft:

“Zum Thema Note7 haben wir uns in Deutschland sehr genau angeschaut, welche Auswirkungen der Fall hat. Viele kannten das Problem mit dem Galaxy Note7, aber was die Markenbekanntheit und Beliebtheit von Samsung angeht, haben wir schon nach drei, vier Wochen wieder die alten Werte erreicht. Wir können speziell für Deutschland sagen, dass die Marke keinen Schaden genommen hat. Nichtsdestotrotz ist ein Fehler passiert. Wir schauen jetzt nach vorne und implementieren mit unserem Hauptquartier in Korea neue Maßnahmen und Prozesse, um uns zu verbessern.”

Wenn man sich mal in Ballungsgebieten in Deutschland umhört und vor allem umsieht, dann bestätigt sich dieses Bild durchaus. Noch immer ist Samsung bei vielen Kunden_innen die erste Wahl. Dass die etwas unsanfte Note7-Veröffentlichung aber dann so wenig Schaden verursacht hat, überraschte positiv. Wohlgemerkt geht es hier um den Image-Schaden, denn aus umsatztechnischer Sicht dürfte der Schaden aufgrund der damit verbundenen Rückrufaktion nach wie vor sehr hoch sein.

 

Vielleicht ist das aber auch nur ein Zeichen, dass die Note-Reihe schlicht nicht allzu verbreitet ist. In der Berliner U-Bahn (Erfahrung des hier schreibenden Redakteurs) sieht man jedenfalls deutlich mehr S7 (edge)-Exemplare als Note-Geräte der letzten drei Generationen zusammen. Da sich der Smartphone-Markt zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht allzu sehr unterscheidet, kann man zudem davon ausgehen, dass Winters Aussage sich auch so in der übrigens DACH-Region bestätigt. Als kleine Randnotiz sei sowieso angemerkt, dass das Note7 im deutschsprachigen Raum den Markt eigentlich so gut wie nie betreten hat.


 

 

Quelle: absatzwirtschaft

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