Di. 04. Juni 2019 um 14:42

Samsung Exynos setzt zukünftig auf AMD Radeon-GPUs

von Marcel Laser0 Kommentare

Mobile Gaming wird immer wichtiger und da darf es natürlich nicht an der richtigen Hardware fehlen. Bisher setzte der Samsung Exynos Chipsatz noch auf eine Mali-Grafikeinheit. Zukünftig könnte aber ein berühmter Bekannter die Grafikleistung in den Samsung-Flaggschiffen deutlich beschleunigen. Samsung unterschrieb nun einen Deal mit AMD für die Nutzung der neu vorgestellten RDNA-Architektur.

Samsung Exynos mit AMD Radeon (RDNA) könnten Spiele deutlich beschleunigen

Der CPU- und Grafikkarten-Spezialist AMD ist einen grösseren Deal mit Samsung eingegangen. Zukünftig werden die hauseigenen Exynos-Prozessoren mit AMD Radeon-Chips ausgestattet. Genauer gesagt geht es hier um die die erst kürzlich neu vorgestellte Architektur der Chips, die auf die Bezeichnung RDNA hört. AMD stellte mit RDNA eine neue Technologie vor und Samsung schaffte es nun in einem Deal, diese für sich zu lizensieren.

 

Mit der Lizenzierung von AMD Radeon RDNA will Samsung die Technik in kommende mobile Prozessoren verbauen. In der offiziellen Mitteilung von AMD ist auch von Smartphones die Rede, aber auch andere Geräte der Südkoreaner könnten von den neuen Chips profitieren und auch die Grafikleistung könnte deutlich anwachsen. Die neue RDNA-Architektur wird übrigens auch die GPU-Basis für die neue PlayStation 5 und Xbox Scarlett. Auch die neuen Navi-Grafikkarten des Herstellers werden die RDNA-Architektur als Basis nutzen.

 

Bisher setzt Samsung auf die von ARM entwickelten Mali-Chipsätze, die im Exynos zum Einsatz kommen. Allerdings hinkt die Leistung der Adreno-Lösung von Qualcomm hinterher und Apples eigens entwickelte GPU ist weiterhin der Leistungs-Champion unter den mobilen Grafiklösungen. Mit der Lizenzierung der RDNA-Architektur könnte Samsung also nicht nur unabhängiger von ARM und Qualcomm werden, sondern auch einen Angriff auf die Leistungsspitze anstreben.


AMD Radeon RDNA bald auch im Samsung Exynos
AMD stellt seine neue RDNA-Architektur vor, die auch bei der PlayStation 5 und Xbox Scarlett zum Einsatz kommen soll. (Bild: AMD)

Entwicklung von RDNA-GPUs für Exynos könnte noch dauern

Es bleibt allerdings noch fraglich, welche Smartphones von der neuen Architektur profitieren könnten. Dass das bald erwartete Galaxy Note 10 bereits mit einer solchen GPU ausgestattet wird, gilt als absolut unwahrscheinlich. Ein erster echter Kandidat wäre demnach das Samsung Galaxy S11, welches für Februar 2020 erwartet wird.

 

Profitieren werden allerdings vor allem wir Europäer, da Samsung in unserer Region auf den Exynos-Chipsatz für seine Smartphones setzt. In den USA, Japan und China beispielsweise verwendet der Hersteller den Snapdragon Qualcomm Prozessor. Letzterer wird auch weiterhin eine Adreno-Grafiklösung einsetzen.

 

 

Quelle: Pressemitteilung

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