Mo. 18. September 2017 um 19:04

Samsung baut eigene 1000 FPS-Kamera für Smartphones

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Motion Eye heisst die Technik von Sony, die unter anderem im Xperia XZ Premium verbaut ist. Dies ermöglicht ein spezieller Sony-eigener Bildsensor, welcher aufgenommene Bilder nicht wie herkömmlich in den Arbeitsspeicher schreibt. Stattdessen ist der Bildsensor direkt an einen kleinen Speicher angebunden, ähnlich dem Cache von Prozessoren. Neuesten Berichten zufolge will Samsung Sony nun mit einer ähnlichen Technik Konkurrenz machen, wenngleich diese etwas simpler ausfällt.

Andere Bauweise, selbes Ergebnis

Beim Sony-Sensor findet man statt der zwei Schichten für die Pixel und die Kontrollelektronik noch eine dritte Speicherschicht. Nur so ist es möglich in extrem schneller Abfolge bis zu 960 Einzelbilder pro Sekunde in einem Zwischenspeicher abzulegen und anschliessend nach und nach permanent zu speichern. Samsung baut zwar weiterhin auf einen zweischichtigen Sensor, verbindet diesen dafür aber direkt mit einem kleinen DRAM-Chip. Auch so sollen dann bis zu 1000 FPS zustande kommen.

 

Eine solche Bildrate ist natürlich bei weitem nicht für Daueraufnahmen gedacht, denn schon bei kurzer Aufnahmezeit entstehen riesige Datenmengen. Der Modus ist eher dafür gedacht besondere Momente in einer Super-Zeitlupe festzuhalten. Aktuelle Smartphone sind da bisher meistens bei 120 FPS in 1080p oder 720p limitiert. Erst das vor kurzem von Apple angekündigte iPhone 8 und das iPhone X (10) beherrschen Zeitlupenaufnahmen mit 240 FPS in 1080p. Das iPhone 7 Plus erreicht immerhin noch 240 FPS bei 720 Bildern pro Sekunde. Samsung könnte hier also zusammen mit Sony ein eher seltenes, aber nicht minder aufregendes Feature verkaufen. Anzutreffen ist der neue Bildsensor samt DRAM-Einheit dann wohl im kommenden Galaxy S9 oder einem Note-Nachfolger, wahrscheinlich sogar in beiden Geräten.


 

 

Quelle: etnews (Englisch) via GSMArena (Englisch)

 

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