Di. 31. März 2015 um 11:28

Project Spartan: Microsoft stellt neuen Browser näher vor

von Simon Burgermeister3 Kommentare

Viele Leute verbinden den Begriff Internet Explorer mit einem langsamen Browser, der vor allem als Möglichkeit dient, einen anderen Browser herunterzuladen. Dieser Ruf kommt nicht umsonst, hat sich Microsoft bei dieser Systemkomponente von Windows lange nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Doch die Verantwortlichen beim Redmonder Konzern haben das offenbar eingesehen und wollen deshalb mit Project Spartan einen Neuanfang in Sachen Internet Browsing wagen.

 

In der neuesten Build 10049 von Windows 10 ist der neue Browser nun erstmals für eine breite Öffentlichkeit verfügbar und kann ausprobiert werden. Die neue Windows-Preview steht (im Moment) nur als Update für eine bereits installierte ältere Preview zur Verfügung.

 

Joe Belfiore als einer der leitenden Entwickler hinter Windows 10 hat sich im Rahmen der neuen Preview hingesetzt und Project Spartan in einem ausführlichen Blog-Post nochmals näher vorgestellt. So geht er unter anderem auf vier der Kern-Features ein, die den neuen Browser ausmachen:

  • Cortana ist direkt mit integriert und soll helfen, das Web zu durchsuchen. Die digitale Assistentin hält sich dezent im Hintergrund und bietet dann Hilfe an, wenn sie denkt, dass man diese brauchen könnte. Leider gilt dies im Moment nur für die US-Version der neuen Windows-10-Build.
  • Das Teilen von Websites, angereichert mit eigenen Informationen und Gedanken, gehört ebenfalls zu den neuen Grundfunktionen. Sogenanntes Inking ermöglicht es, direkt in die Website hinein zu schreiben, sei es mit einem Textfeld (Tastatur) oder direkt mit Stylus oder dem Finger auf dem Touchscreen. Anschliessend kann die angereicherte Website auf einfache Arte und Weise geteilt werden, ob per Mail, über Social Networks oder per OneNote.
  • Ablenkungsfreies Lesen soll mit Project Spartan besonders einfach sein: Ein spezieller Modus konzentriert sich komplett auf den Inhalt einer Website und blendet alles aus, was nicht notwendig ist. Dazu gibt es die Reading List, eine Art Lesezeichen-Sammlung für Texte, die man später lesen oder als PDF herunterladen möchte.
  • Die neue Rendering-Engine sei gebaut nach der Idee, dass das Internet „einfach funktioniere“. Sie soll schneller, sicherer und zuverlässiger sein als das, was man bisher vom Internet Explorer kennt.

 

Belfiore legt Wert darauf, zu betonen, dass dies längst nicht alle Features sind, die mit dem finalen neuen Browser, der im Moment noch keinen offiziellen Namen hat, ausgeliefert werden sollen. Zudem sei diese Preview noch nicht „poliert“ und schon gar nicht ein „Bereit-Für-Alle-Release“. Doch selbstverständlich sind die Testpersonen von Windows 10 dazu eingeladen, auch Spartan anzuschauen und Feedback dazu einzusenden.

 

Quelle: Blogging Windows (Englisch)

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3 Antworten zu “Project Spartan: Microsoft stellt neuen Browser näher vor”

  1. mikehak sagt:

    hab schon fleissig damit rumgespielt und Grundlegend gefällt er schon sehr gut. Es fehlen ihm noch an ein paar Möglichkeiten, aber generell funktioniert er recht gut.
    AdBlock aus IE10/11 fehlt mir noch. Silverlight und Java fehlt mir noch für weitere Tests und es gibt doch auch einige Seiten, wo Spartan noch nicht funktioniert. Kann sein, dass es noch ein Problem von fehlenden Implementationen ist oder die Webseite einfach nicht fähig für Spartan ist(was hässlich wäre)

    Speed ist einfach genial. Cortana konnte ich jetzt noch nicht testen, da auf dieser VM es nicht funktioniert (bekanntes sprachen / Land thema)

  2. Bunsenbrenner sagt:

    Mir gefällt der neue Spartan auch wirklich gut. Bin auf den Namen gespannt, den Microsoft am Ende dann verwenden wird. Alles bekommt ja derzeit ein Microsoft vor den Namen geschrieben, wie Beispielsweise die neuen „Microsoft Apps“ 😀 Vielleicht heißt er dann ja Microsoft Browser? 😉 AdBlocker hab ich schon aus Solidarität nicht installiert. GoogleAds und andere Betreiber sind richtige Ars***öcher geworden und die Webseiten finanzieren sich nicht von selbst. Da kann einer Webseite die Finanzierung um bis zu 50 Prozent und mehr einbrechen. Ich versuche daher AdBlocker meistens zu deaktivieren. Popup-Blocker find ich da Sinnvoller. Werbung kann auch „nichtstörend“ eingebunden werden 🙂

  3. mikehak sagt:

    @Bunsenbrenner. Nun ja. ich setze es nur gezielt ein mit dem ADblocker. Aber es gibt Seiten, die kannst du ohne ADblocker einfach nicht besuchen. Gerade wenn der Prozessor nicht extrem stark ist. da hängt er dann voll durch. Auf seiten (wie pocketpc) wo dezente Werbung haben, hab ich meist das ganze auch ausgeschaltet. Aber wenn ich zb. 20min.ch anschaue oder andere extreme seiten dann ist es nur nervig. Wenn ich erst 10 Sekunden warten muss bis die Werbung geladen ist. Die Seite wäre ja schon längst da.

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