Do. 28. Februar 2019 um 8:03

Pokemon Go: Ein Recht auf 40 Meter Abstand zum nächsten Pokestop

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Wer in der Nähe eines Pokéstops wohnt, kann davon ein Lied singen: Bisweilen dutzende Menschen, die auf ihre Handys starren und verzweifelt ein möglichst seltenes Taschenmonster ergattern wollen. Dabei achten sie mitunter weder auf Gartenzäune oder Einfahrten, gar Bushaltestellen und der fliessende Strassenverkehr ist mehr Ärgernis als Hindernis auf dem Weg zum heiss ersehnten Pokémon.


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Nicht mehr in meinem Garten! Pikachu muss in Zukunft wohl 40 Meter Abstand halten.

Zwar gab es bei uns eher selten richtige Massenaufläufe im Zusammenhang mit Pokémon Go, doch auch hier waren die Auswüchse manchmal sehr irritierend. Zwar fiel niemand beim Pokéball-Werfen von einer meterhohen Brücke, doch mitunter wird man auch hierzulande richtig übel angepöbelt, weil man den Zugriff auf den Pokéstop anscheinend gerade versperren würde. Davon kann man freilich nichts wissen, wenn man selbst nicht spielt, aber davon mal abgesehen.

Nun hat das Entwicklungsstudio hinter dem AR-Hit Pokémon Go vor Gericht einer Reihe von Massnahmen zugestimmt, um Massenaufläufe in Zukunft seltener vorkommen zu lassen. Dies hat eine Sammelklage gegen Niantic in den USA wohl erwirkt, bei dem 8.13 Millionen US-Dollar erstritten werden sollten, jeweils 1000 US-Dollar pro betroffene Partei. Zwar muss das Gericht der Einigung noch zustimmen, aber das gilt als wahrscheinlich. 

Hinweis ab zehn Poketrainer

Zum einen wird das Spiel in Zukunft einen Hinweis einblenden, wenn an einem Ort gleichzeitig mehr als zehn Personen spielen. Darin wird man zu rücksichtsvollem und ruhigem Verhalten ermahnt.

Recht auf 40 Meter Abstand

Weiter und weitreichender, haben alle, die ein Eigenheim ihres nennen dürfen, das Recht, einen Pokéstop 40 Meter aus dem eigenen Perimeter zu verbannen. Damit trampeln wenigstens keine Pikachu-Trainer und -Trainerinnen mehr im Vorgarten herum.

15 Tage Reaktionszeit

Niantic sichert zu, innerhalb von 15 Tagen auf, wie es heisst, “wirtschaftlich sinnvolle Weise” auf eingegangene Beschwerden zu reagieren.

Pokéstop-Karten und -Datenbank

Zudem will Niantic enger mit anderen Karten-Dienstleistern wie Bing oder Google Maps zusammenarbeiten und entsprechend problematische Areale gezielt dokumentieren um, gegebenfalls mit externen Beratungsunternehmen, nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

 

Es ist zwar denkbar, dass die entsprechenden Einigungen nunmehr nur für die USA gelten, doch es wird damit gerechnet, dass Niantic sie weltweit einführt.

 

 

Quelle: The Hollywood Reporter (Englisch) via Golem

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