Sa. 05. August 2017 um 11:43

Play Store: Google listet schlecht optimierte Apps weiter hinten

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Viele mit Android-Gerät werden das folgende Szenario sicherlich schon einmal erlebt haben: Eine App erscheint, man installiert sie vorfreudig und will sie natürlich auch sofort ausprobieren. Doch dann stürzt die Anwendung ab oder zieht sogar mitunter das ganze System mit in den Abgrund, sodass ohne einen Neustart nichts mehr geht. Aktuell testet Google eine Routine, um solche Apps, beziehungsweise deren Developer, zu bestrafen.

Schlechte Bewertungen + schlechte Performance = schlechtes Ranking

Um Profit mit einer App zu machen, ist es besonders wichtig, bei Suchanfragen im jeweiligen Appladen möglichst weit oben angezeigt zu werden. Oftmals war es aber im Play Store auch so, dass selbst mangelhafte Programme noch ganz oben angezeigt wurden. Bei solchen Blindgängern findet man zumeist auch reihenweise 1-Sterne-Bewertungen, die sich laut Google zu über 50 Prozent auf die schlechte Performance und Crashes oder Freezes beziehen.

 

Aktuell testet der Mediengigant daher einen automatischen Algorithmus, der solche Mogelpackungen erkennt und sie zur Strafe weiter unten listet. Das mag zwar radikal klingen, funktioniert aber scheinbar bisher ganz gut. Ungünstig ist das ganze dann aber besonders für kleine Indie-Studios und Neueinsteiger, die einfach aufgrund mangelnder Ressourcen oder mangels Erfahrung Fehler machen. Sind diese dann ausgebügelt, sollten die Bewertungen wieder besser werden und die App wieder weiter oben in Ranking stehen. Doof nur, wenn die App dann von kaum mehr gefunden und installiert wird.

Qualität hat seinen Preis, lohnt sich aber

As part of our continued effort to deliver the best possible Google Play experience, we recently enhanced our search and discovery algorithms to reflect app quality. This results in higher quality apps being surfaced in the Play Store more than similar apps of lower quality.

 

Mit dieser Neuerung will Google darauf aufmerksam machen, dass Apps im Play Store wie auch bei Apple einem gewissen Standard zu entsprechen haben. Mit den von Google bereitgestellten Tools lassen sich Szenarien diverser Smartphone-Konfigurationen simulieren und somit in der Regel solche gravierenden Abstürze vermeiden. Möchte man eine noch ausbaufähige App dennoch veröffentlichen und von der Allgemeinheit testen lassen, gibt es ja dafür schliesslich noch das Beta-Programm.

 


 

 

Quelle: Android Developers Blog (Englisch)

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