Mi. 20. Juni 2018 um 19:29

Oppo Find X: Randloses Smartphone für über 1000 Euro vorgestellt

von Marcel Laser0 Kommentare

In China hat man heute Mittag das Oppo Find X vorgestellt und so viel Display gab es in einem Smartphone im Verhältnis zu den sehr schmalen Rändern wohl noch nie. Wer sich den Rücken des Smartphones anschaut, wird ebenfalls erstaunt gucken: Eine Kamera ist nicht zu finden, weder vorne noch hinten. Oppo bedient sich beim Find X mit einem interessanten Trick. Günstig ist das Smartphone allerdings nicht.

Oppo Find X mit Pop-Up-Kamera und ohne Fingerprintscanner

Mit dem Find X stellt Oppo ein Smartphone vor, dass Lenovo wohl gerne selbst veröffentlicht hätte. Erstmals sehen wir tatsächlich extrem viel Display ohne Notch und nur mit minimalen Rändern. Lediglich im unteren Bereich ist ein im Verhältnis zu den anderen drei Seiten leicht grösserer Rand zu erkennen, welcher aber kaum ins Gewicht zu fallen scheint. Oppo hat sich beim Find X sogar ein paar Sachen überlegt, um diese Designentscheidung zu erreichen.

 

So ist der Randbereich des Smartphones in eine schlittenartige Konstruktion gesetzt und sobald man diese betätigt, fährt im oberen Bereich die Dual-Kamera für den Rücken und die Front heraus. Die Frontkamera unterstützt durch einen IR-Blaster-Scanner und 3D-Obtik eine Technologie, die Apples Face ID sehr ähnlich ist und auch in etwa so funktioniert. Aus diesem Grund liess man wohl auch den Fingerscanner fallen, der weder im Rücken zu finden ist noch im Display verbaut wurde.

 

Die weitere Hardware hat es ebenfalls absolut in sich! Ein Snapdragon 845 Prozessor, 8 GB RAM und mindestens 256 GB internen Speicher mit sorgen für die Leistung. Das Display misst grosse 6.4 Zoll und löst in FullHD+ auf. Beim Display-to-Body-Verhältnis blicken wir auf rekordverdächtige 93.8 Prozent. Die ausfahrbare Dual-Kamera für die Rückseite bringt zwei Sensoren mit 16 und 20 MP mit. In der Front knipst man mit sehr hohen 25 MP. Der Akku ist mit über 3’700 mAh ebenfalls nicht all zu klein geraten. Vorinstalliert ist Android 8.1 mit Oppos eigener ColorOS 5.0 Version.


Herausragendes Design trifft enorm hohen Preis, Lamborghini Edition geplant

Das Design kann sich jedenfalls sehen lassen, welches vor allem durch das automatische Schlittensystem im Gerät realisiert werden konnte. Alle Sensoren verbergen sich darunter und lassen so dem Display und dem Rücken einen enormen Platz. Vor allem die Rückseite wirkt erstaunlich clean, da keine Kamera-, LED- oder Fingerscanner-Komponenten zu finden sind. Oppo gibt an, dass die Technik im Find X mehr als 300’000 Mal ohne technische Probleme ausgefahren werden kann, was die hohe Qualität über die Nutzungszeit verdeutlichen soll.

 

Auch das nahezu randlose Display bekommt so seinen Platz und zeigt erstmals in der Branche einen wahrlich schmalen Rand zu allen Seiten hin. Das kommt dem Design zugute und Oppo hat mit dem Find X etwas auf die Beine gestellt, was für die Branche durchaus noch interessant werden kann.

 

Die enorm starke Hardware und die Technik dahinter verlangt von Oppo aber auch einiges ab. Denn das Find X ist mit einer UVP von genau 1’000 Euro eines der teuersten Android-Geräte auf dem Markt und übertrifft damit auch die UVP des Samsung Galaxy S9+ (950 Euro). Zudem wird man eine Lamborghini Edition veröffentlichen, die in gut 30 Minuten den Akku auf 100 Prozent aufladen kann, ebenfalls eine Rekordzeit. Zudem wird das Lamborghini Find X noch ein grosses Logo des Automobilherstellers auf dem Rücken tragen. Hier liegt der Preis dann bei über 1’700 Euro.

 

Noch eine gute Nachricht zum Schluss: Der chinesische Hersteller wird sein Oppo Find X Smartphone im Laufe des kommenden Augusts weltweit in den Handel bringen. Damit ist das Gerät nicht nur dem asiatischen Markt vorbehalten, sondern kommt auch in die DACH-Region.

 

 

Quelle: Oppo

vg-wort
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