Mo. 10. Juli 2017 um 11:40

Microsoft OneDrive nur noch für NTFS-Speichermedien zugänglich

von Marcel Laser0 Kommentare

Das Microsofts nächste grosse Liebe die Cloud ist. Lässt sich nicht verleugnen. Das redmonder Unternehmen richtet schon länger seine Strategie auf Cloud-Dienste aus und baut diese auch stetig weiter aus. Nun sorgt ein Umstand allerdings unter OneDrive Fans für rege Enttäuschung. OneDrive streicht eine ganze Liste an Dateisystemen aus der Kompatibilitätsliste und die breite Masse regt sich nun über die fehlende Kommunikation von Microsoft auf.

Ohne Vorwarnung: OneDrive unterstützt nur noch NTFS-Format

Bekannt wurde es am 1. Juli, als ein OneDrive Nutzer seine Fotos von einer in FAT32 formatierten SD-Karte in OneDrive sichern wollte. Er machte im Microsoft Support Forum auf eine Fehlermeldung aufmerksam, dass OneDrive nur noch NTFS unterstützen würde und er deswegen seine Dateien nicht mehr sichern könne. Daraufhin meldeten sich immer mehr Leute, deutlich verärgert über diese Situation. Ein Nutzer antwortete wörtlich mit folgendem Beitrag.

“Add me to the list of EXTREMEL pissed off PAYING CUSTOMERS who got shafted by this sudden change. I’d be ok with it, if there had been communication in advance. But making a change that breaks functionality and without warning… that’s not the behavior of an enterprise software company.” – eakthecat über die Kommunikationspolitik von Microsoft

Das Problem an der Geschichte ist vor allem das, dass Microsoft diese Änderung nie angekündigt hat. Wer also nun mit Speichermedien hantiert die nicht in NTFS formatiert wurden, so können von dort aus keine Sicherungen mehr gemacht werden. Das Onlinemagazin Onmfst kann anscheinend sogar belegen, dass bis heute nichts in der offiziellen Dokumentation zu OneDrive über eine solche Änderung stand. Man erbat Microsoft um eine Stellungnahme zu der getätigten Änderung und diese lautet wie folgt.

“Onedrive möchte die bestmögliche Synchronisationsmöglichkeit für Windows bieten. Daher behält das Programm die Unterstützung von NTFS bei. Microsoft hat herausgefunden, dass ein Warnhinweis hätte existieren sollen, aber gefehlt hat, als ein Nutzer seinen Onedrive-Ordner auf ein Nicht-NTFS-Dateisystem speichern wollte.” – Microsoft über das neue OneDrive Feature

Die Meldung liest sich allerdings so, als wenn die neue Gegebenheit schon länger implementiert wurde, was allerdings nicht der Fall zu sein scheint. Zurückgelassen werden derzeit viele verärgerte OneDrive Fans, die auf Speichermedien sitzen bleiben, welche nicht einmal verlustfrei umformatiert werden können. Nur FAT32 lässt sich per Kommandozeilenbefehl auch ohne Dateiverlust in NTFS umwandeln: convert drive letter: /fs:ntfs lautet dieser. Wir empfehlen dennoch aus Sicherheitsgründen ein Backup eurer Dateien. Wer auf Dateissysteme wie Refs oder ExFAT setzt, muss sowieso eine Sicherung vornehmen, da diese nicht verlustfrei in NTFS umgewandelt werden können.

 

Microsoft gab zudem zu Protokoll, dass die Änderung für OneDrive und die damit verbundene alleinige NTFS-Unterstützung bestehen bleibt und in Zukunft nicht geändert wird. Formatieren wird man also so oder so müssen.


Diese Fehlermeldung sorgt für Empörung unter den OneDrive Fans. Das Problem: Microsoft änderte ohne jegliche Vorwarnung die Unterstützung.

 

 

Quelle: Microsoft Forum, Onmfst und Golem

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