Do. 08. Oktober 2015 um 20:03

Kemoge: Neue Android Adware aufgetaucht

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Für das Android-Betriebssystem wurde erneut eine schädliche Software in Umlauf gebracht. Die Adware, welche von den Sicherheitsexperten von FireEye entdeckt und auf Kemoge getauft wurde, kann sich als andere App tarnen und sich umfangreiche servergesteuerte Kontrolle über euer Android-Smartphone verschaffen. Auch als Bestandteil von bekannten Apps könnte die Kemoge-Adware in Geräte eingeschleust werden. Betroffen hiervon sind diverse Drittanbieter-Stores für Apps, welche keinerlei Prüfung für eingereichte Apps durchführen.

Kemoge bombardiert euch mit Werbung

Gefährlich wird es vor allem dadurch, da Kemoge selbst insgesamt acht bekannte Root-Exploits mitbringt, welche verschiedene Lücken im Android System ausnutzen können, um Root-Rechte auf den Geräten zu erlangen. Damit wird eine grosse Palette an Smartphones anfällig dafür und die Adware könnte sich dann selbst als Systemanwendung installieren und solche auch ersetzen. Auch die Modifikation anderer Apps ist damit möglich. Hat sich Kemoge einmal in eurem System eingenistet, so ist sie dazu in der Lage, vorhandene Apps zu deinstallieren, auch sich selbst, um sich zu verstecken, weitere Apps ungesehen zu installieren und blendet selbstständig in verschiedenen Apps, sogar im Homescreen, Werbung auf dem Display ein. Ein solches Verhalten ist bereits von diversen Toolbars und Plugins von PC Browsern bekannt, welche auch hier nur schwer zu entfernen sind.

 

Neben der Verteilung von ungewünschter, vermutlich grösstenteils betrügerischer, Werbung ist die Software ausserdem mit diversen Adware-Servern verbunden und kann eine grosse Menge an persönlichen Daten an diese übermitteln. Um sich vor einer Infektion zu schützen wird, wie in den meisten bisherigen Fällen auch, dringend dazu geraten, Drittanbieter-Stores für Apps zu vermeiden, nur Apps aus vertrauenswürdigen Quellen zu installieren und die Sideload-Funktion von Android für Apps aus unbekannter Herkunft in den Sicherheitseinstellungen zu deaktivieren.

Quelle: Inside-Handy

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