Di. 12. September 2017 um 21:18

iPhone X mit Face ID und Full-Front-Display offiziell vorgestellt

von Marcel Laser8 Kommentare

Apple hat es endlich getan… Nach einigen Jahren designtechnisch sehr ähnlicher Modelle (vom iPhone 6 bis zum iPhone 7), gibt es endlich wieder ein völlig neues Gerät. Aber nicht nur ausserhalb hat sich enorm viel getan, wie man bereits am Display erkennt. Ein komplett neuer Prozessor, ein Fokus auf Augmented Reality und die neue Gesichtserkennung sind ein paar solcher Beispiele. Der Preis wird allerdings nicht alle Fans glücklich stimmen.

iPhone X mit neuem OLED-Display, Apple A11 Bionic Prozessor und Face ID

Was als erstes auffällt ist wohl das Design, denn endlich kann man hier mal etwas völlig Neues aus der Sicht der Apple-Fans begutachten. Als sehr dominant entpuppt sich hier das neue 5.8 Zoll grosse QHD-Display, welches erstmals in der Unternehmensgeschichte auf OLED-Technologie basiert. Apple nennt es auch das Super Retina Display. Es unterstützt zudem mit HDR10 und Dolby Vision alle aktuellen Farb-Standards der Entertainment-Szene und soll so das Erlebnis für Bilder und Videos verbessern. Die Auflösung beträgt übrigens scharfe 2436 x 1125 Pixel.

 

Zwar gibt es auch hier runde Ecken an den vier Displayecken zu sehen. Gebogene Ränder, wie beim Galaxy S8 oder LG V30, gibt es aber an dieser Stelle nicht. Ebenfalls neu: Der Glasrücken vom iPhone X, welcher euch kabelloses Laden ermöglicht. Zudem integriert Apple den offenen Standard Qi – der bereits von vielen Hersteller unterstützt wird – für kabelloses Laden und ermöglicht allen anderen Herstellern einen offenen Zugang zu der Technologie. Somit wird es kein exklusives Apple Feature bleiben, wie viele erst befürchtet haben. Der Rahmen des iPhone X besteht zudem aus rostfreiem Edelstahl, was zusätzliche Stabilität versprechen soll. Das iPhone X ist ausserdem auch nach IP67-Standard vor Wasser und Staub geschützt.

 

Das iPhone X besitzt die bereits spekulierte Aussparung oben im Display, wo sich die neue Gesichtserkennung namens Face ID befindet. Links und rechts daneben werden die Informationsangaben für das aktuelle Providernetz, Empfang, WLAN und andere Kleinigkeiten angezeigt. Face ID hingegen setzt auf einen Infrarotsensor und weitere Techniken wie der vorgestellte Flood-Sensor. So wird euer Gesicht nicht nur sprichwörtlich als “plattes” Foto hinterlegt, sondern als 3D-Modell eingelesen. Das iPhone X ist in der Lage euer Smartphone in deutlich unter einer halben Sekunde zu entsperren und funktioniert dank der neuen Technik auch in völliger Dunkelheit. Ein einfaches Foto zum Entsperren reicht an dieser Stelle also nicht mehr aus. Dafür verschwindet ein alter Bekannter: Touch ID ist im iPhone X nicht mehr vorhanden, nicht einmal mehr im Powerbutton wurde es integriert. Face ID soll dabei extrem präzise Arbeiten und weniger Fehler produzieren als Touch ID.

 

Interessant ist auch der neue Apple A11 Prozessor, welcher einen extremen Sprung in seiner Leistungsfähigkeit machen soll. Apple verriet insgesamt aber recht wenig über die verwendeten Kerne oder andere technische Details. Dafür gab man an, dass dieser mehr als 70 Prozent schneller sein soll und dennoch deutlich effizienter arbeitet als der Vorgänger. Die GPU ist ebenfalls deutlich schneller geworden und kann sich über eine Leistungssteigerung freuen. Sie wurde ebenfalls erstmals aus komplett eigener Hand entwickelt. Die Leistung wird auch für den neuen Fokus auf Augmented Reality Inhalte gebraucht, um zum Beispiel Spiele in angemessener Anforderung in die reale Welt zu transportieren. Zudem wurde ein neuer Machine-Learning-Chip integriert, der die Arbeiten und Berechnungen für die künstliche Intelligenz im System übernimmt.


Zudem nutzt Apple übrigens ein neu überarbeitetes Dual-Kamera-System, welches den Fokus auf Augmented Reality begünstigen soll. Sie setzen auf neue 12 MP Sensoren mit f/1.8 und f/2.4 Blenden und optische Bildstabilisierung kommt in beiden Kameras zum Einsatz. Auch hier wurde wieder eine Weitwinkelkamera verbaut, welche als Hauptsensor dient. Der andere Sensor kümmert sich wieder um den Zweifach-Zoom.

 

Im Zusammenspiel mit dem neuen ARKit von Apple sollen so virtuelle Welten effizient auf dem Bildschirm in die Reale Welt übertragen werden. So können Spiele mit Umgebungstracking integriert werden, wie das Platzieren von Spielbrettern oder virtuellen Umgebungen auf dem Tisch. Alles sichtbar auf dem Display des iPhone X. Es erinnert nicht zuletzt auch an Googles Tango Plattform. Mal schauen, wer am Ende die Nase vorn haben wird.

Die neue Gesichtserkennung soll enorm präzise Arbeiten und sehr sicher sein.

iPhone X: Verfügbarkeit und Preise

Das iPhone X oder auch als iPhone 10 bezeichnet, wird 1’149 Euro kosten, welches die kleinste Konfiguration darstellt und 64 GB internen Speicher besitzt. Das iPhone X mit 256 GB Speicher wird bei 1’319 Euro liegen und ist damit das bisher teuerste iPhone auf dem Markt.

 

Das iPhone X soll ab dem 27. Oktober vorbestellbar sein und mit Verfügbarkeiten wird erst Anfang November gerechnet. Damit kommt das iPhone X deutlich später in den Markt, als die ebenfalls vorgestellten iPhone 8 Modelle, welche bereits ab morgen vorbestellt werden können.

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8 Antworten zu “iPhone X mit Face ID und Full-Front-Display offiziell vorgestellt”

  1. Entrail sagt:

    Das es bestellt werden kann stimmt nicht. Bin eben extra nochmal an den Rechner :/ Steht, wie auch in der Keynote gesagt, dass es ab dem 27. Oktober vorbestellt werden kann

  2. Marcel Laser sagt:

    Ich hatte mich gewundert, da ich in den Apple Shop auf der Webseite gehen konnte um es tatsächlich zu bestellen, als ich mir die Preise anschaute. Aber wenig später geht es nun nicht mehr. Ich habs in der News korrigiert. Danke für den Hinweis!

  3. AnterDogan sagt:

    Nichts, aber auch gar nichts rechtfertigt diese Preise des iPhone 10 … Für 1400 CHF bekomme ich zwei Galaxy s8 … Wir telefonieren, smsen (noch), snapchat, insta, whatsapp, selfie, die andere-kamera, … das wars… ach und email…

    Das kann auch ein 1+5, ein Huawei Mate 9, … oder ein Macbook … oder einen Fernseher… ein Seaboard Rise mit 49 Tasten … Oder ein beliebiges Android Smartphone + Smartwatch + QI Ladestation + Case + Screenprotector… Das iPhone 7 war mein erstes iPhone und wird mein letztes sein. Mehr als 1000 zahle ich nicht für ein Smartphone, auch wenns den Preis nur um 20 CHF übersteigt… Absolute Frechheit von Apple.

    Weiss nur nicht, ob ich mein 7er noch behalten will oder gleich verkaufe und mir stattdessen ein Galaxy s8 hole…

    Entschuldigt meine interpunktion und meinen leicht aggressiven Schreibstil…

  4. Brokenhead sagt:

    Cool randloses iphone, sieht nice aus, ABER das display ist bloss 5,8 zoll gross das heisst bloss 0,3 zoll als das normale iphone 6-8… damit das jeder versteht das iphone x ist kleiner geworden und zwar um ganze 15mm.
    face ID ist auch ein witz das konnte mein microsoft lumia 950 von 2015 auch schon, auch im dunkeln. Auch wenn es mir in den fingern juckt aber das iphone X ist doch echt ne verarsche. Es bietet jetzt endlich das was die Konkurrenz schon lange kann und das für ein exklusiven preis…
    Hm vorallem kabelloses laden gibts auch schon seit jahren… super das apple mal uptodate ist.

  5. Brokenhead sagt:

    Wireless charging ist ja schön und gut… wann apple endlich mal quickchargeing entdeckt? Kommt wohl nächstes jahr also big world changer xD

  6. Goezinho sagt:

    @Brockenhead: Ich habe auch das Lumia 950XL und die Iris-Erkennung von Microsoft funktioniert doch nicht wirklich gut. Du musst das Handy schon recht nah vors Gesicht halten. Komfortabel ist es definitiv nicht und deshalb hat es auch nie den Beta-Status abgelegt (oder warum auch immer). Ich weiß natürlich nicht, ob es beim Iphone X besser gelöst ist, aber das wird man demnächst hören wenn es die Kunden benutzen…

  7. Googlook sagt:

    @Goezinho: Die Iris-Erkennung funktioniert bei mir eigentlich ganz gut, sehr zuverlässig und auch schnell. Die Distanz bleibt das einzige “Problem”, da sind die 35cm wirklich oft etwas zu wenig.

  8. Hubschrauber1atz sagt:

    Also die Fähigkeit zum Quickcharging wurde aber glaube ich erwähnt.
    Das iPhone X hätte mein erstes werden können, leider bin ich mit dem utopischen Preis und dem Verzicht auf einen Fingerprintsensor nicht einverstanden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen dass FaceID in jeder Situation klappt. Vor allem zu Halloween oder anderen Anlässen muss man dann jedes mal den Code eingeben. Das Design mit dem Display hätte mich schon gereizt, aber auch da frage ich mich wie gewöhnungsbedürftig das mit der Aussparung für die ganzen Sensoren wird. In den Videos hat man gesehen dass teilweise Spielelemente abgeschnitten waren. Ausserdem wirkt das geschehen in Filmen und Videos immer asymmetrisch. Wo landen die (für mich) wichtigen Notifications? So ganz durchdacht wirkt das auf mich noch nicht. Aber vielleicht kann mich ein Hands-On im Apple Store ja bekehren, mal schauen…

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