Mi. 04. Oktober 2017 um 14:44

iPhone X könnte sich für Samsung lukrativer erweisen als die eigenen Galaxy-Smartphones

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Momentan ist die Top 3 der Smartphone-Hersteller klar geregelt. Samsung führt das Feld an, gefolgt von Apple und der chinesische Hersteller Huawei holt in letzter Zeit stark auf. Das Duell zwischen Apple und Samsung bezieht sich aber keineswegs darauf, wer am meisten Geräte verkauft. Denn auch besteht zwischen den beiden Riesenkonzernen eine gewisse Abhängigkeit. Aufgrund dieser generiert Samsung beispielsweise einen nicht unerheblichen Umsatz, der sich mit dem kommenden iPhone X in neue Sphären verschieben könnte.

Samsung liefert wichtige (und teure) Teile für das Jubiläums-iPhone

Lange Zeit setzte Apple auf leuchtstarke LC-Displays, doch mit dem neuen iPhone X wagt sich der Apfel-Konzern erstmals auch in OLED-Gefilde. Die Panels dafür kommen von keinem geringeren als Samsung, dem Konkurrenten schlechthin, der solche Displays schon seit gefühlten Äonen in den eigenen Geräten verwendet. Im Gegensatz zu anderen Zulieferern scheint Samsung zudem ausserordentliche Produktionskapazitäten zu haben, die der Nachfrage von Apple gerecht werden können. Vor allem Flash-Speicher und Display-Panels gehören dazu, welche insgesamt über 35 Prozent der Einnahmen von Samsung ausmachen sollen.

 

Besagtes OLED-Panel ist übrigens gar nicht mal so günstig. So sollen pro Einheit angeblich 110 Dollar von A nach B wandern. In Kombination mit den öffentlich vermuteten Produktionskosten eines iPhone X von über 400 US-Dollar kann man also schlussfolgern, dass das Display wohl das teuerste Bauteil ist. Sollte sich das iPhone X trotz des vergleichsweise hoch angesetzten Preises zum Verkaufsschlager entwickeln, könnte sich diese Partnerschaft letztlich als gewinnbringender herausstellen als die hauseigenen Modelle Galaxy S8 und dessen grosses Pendant zusammen. Bereits im ersten Quartal kamen Meldungen auf, dass Apple mit Samsung einen 9 Milliarden US-Dollar Deal über die Bühne brachte, der nur die Auslieferung von OLED-Panels vorsieht.

 

Wie jeder Konzern will aber sicher auch Apple wieder zurück an die Spitze. Dazu muss sich Cupertino aber von direkten Konkurrenten wie Samsung aber so gut es geht abkapseln. Ob Apple diese Unabhängigkeit für die nahe oder ferne Zukunft anstrebt, steht noch in den Sternen. Zuletzt trennte sich Apple aber immerhin schon von Imagination Technologies, die über die letzten Jahre vor allem die Grafikprozessoren der iPhones beisteuerten. Mit dem iPhone 8, 8 Plus und X kam jedoch für Grafikberechnungen zum ersten Mal Apples Eigenentwicklung im A11 Bionic zum Einsatz. Und nicht zu guter Letzt gibt es seit einiger Zeit Meldungen darüber, dass man sich bei Displays auch an andere Hersteller heranwagt.


Das iPhone X Display sowie Speicherbausteine für Apples Smartphones scheinen sich für Samsung absolut bezahlt zu machen.

 

 

Quelle: WSJ (paid content) via The Verge

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