Fr. 18. November 2016 um 10:15

iPhone Produktion in den USA: Hat Donald Trumps Drohung nun doch Erfolg?

von Marcel Laser5 Kommentare

Anscheinend hat Donald Trump, zukünftiger Präsident der USA, einen Nerv bei Apple getroffen, wenn auch vielleicht nicht im Sinne des Herstellers selbst. Er versprach seinen Anhängern, dass er grosse Firmen wie Apple (und Trump nannte explizit Apple) dazu bringen werde, ihre Produktion von Geräten in die USA zu verlagern. Apple prüft nun tatsächlich ob sowas möglich wäre.

Foxconn überlegt den Schritt, Pegatron hingegen denkt nicht einmal darüber nach

Die beiden grössten Produktionsstätten für Apple Produkte sind immer noch Pegatron und Foxconn. Beide teilen die iPhone-Produktion und auch die Herstellung anderer Apple-Geräte unter sich auf. Foxconn stemmt durch seine enorme Bandbreite allerdings den Bärenanteil, aber auch Pegatron ist ein sehr wichtiges Bindeglied in der Produktionskette.

 

Apple selbst hat anscheinend nach dem Wahlsieg von Donald Trump damit begonnen, seine Produktionspartner wie Foxconn und Pegatron zu fragen, ob diese eine Prüfung vollziehen würden, um eine mögliche Verschiebung der Produktion in die USA in die Wege zu leiten. Anscheinend beschäftigt sich Foxconn tatsächlich mit dem Gedanken, Fabriken in den USA zu platzieren, allerdings stellt sich Pegatron komplett quer. Laut der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei soll Pegatron nicht einmal im entferntesten darüber nachdenken Fertigungsanlagen in den USA zu eröffnen und wäre somit auch kein Thema.

 

Sollte Donald Trump seine Drohung war machen und Apple tatsächlich dazu zwingen seine Geräte in den USA herzustellen, könnte eine Kette von ungeahnten Folgen auf uns niederprasseln. Man vermutet an dieser Stelle teils deutlich erhöhte Preise und im Gegenzug sogar weniger Geräte, denn die Fabriken für die Produktion müssen erst einmal gebaut werden. Pegatron würde zudem dann als Fertiger wegfallen, was wiederum mit weiteren Schwierigkeiten verbunden wäre. Mal eben umziehen ist also erst einmal auf die Schnelle sowieso nicht drin.

 

Am Ende bleibt es abzuwarten, wie die Wahlvorsätze des kommenden US-Präsidenten durchzusetzen sind und wie schnell er dies bewerkstelligen möchte. Aber wie das bei so Wahlkampagnen ja des öfteren so ist, passiert vielleicht am Ende auch einfach gar nichts. Wir sind gespannt, wie sich das noch entwickeln wird.

 

 

Quelle: Nikkei (Englisch)

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5 Antworten zu “iPhone Produktion in den USA: Hat Donald Trumps Drohung nun doch Erfolg?”

  1. koelleman sagt:

    Bitte mal dem Artikel seine Überschrift auf Fehler kontrollieren.

  2. sirozan sagt:

    Wie war das doch gleich? Der Trump ist dem Genitiv sein Tod…? ;P

  3. Marcel Laser sagt:

    Das sowieso 😛 Danke für den Hinweis, bin derzeit sowieso nicht ganz auf der Höhe ^^; Danke Danke!

  4. ART_ sagt:

    Was wohl mit den Rohstoffen passieren wird, wenn die nicht mehr importiert werden dürfen?

  5. Setharan sagt:

    Ich denke mal es betrifft hauptsächlich Geräte, welche in den USA verkauft werden sollen. Wäre auf jeden Fall interessant 😉

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