Di. 22. September 2015 um 17:29

iPhone 6s: Echter Benchmark zeigt monströse Leistung pro Kern

von Marcel Laser7 Kommentare

Im Endeffekt ist es nichts neues, denn pro Kern war die Leistung eines iPhones oder iPads – seit Apple die Entwicklung seiner Prozessoren selber in die Hand genommen hat – immer schneller, als die CPUs der Konkurrenz. Der Apple A9 Chip im iPhone 6s stellt allerdings die Leistung des Apple A8 Prozessors bei weitem in den Schatten und weisst damit auf eine völlig überarbeitete Architektur hin. Durchgesickert ist der Benchmark übrigens über eine US-Amerikanerin, die ihr iPhone 6s bereits vier Tage vor der offiziellen Auslieferung zugesandt bekommen hat. Apple scheint hier wohl ein Fehler unterlaufen zu sein.

Apple A9: Über 2’400 Punkte im Geekbench 3 Singlecore-Score

Auch wenn Apples A8 Prozessor mit etwas über 1’600 Punkten noch knapp vor dem Exynos 7420 von Samsung lag, so kam dieser mit mehr als 1’500 Punkten deutlich an Apples Leistung pro Kern heran. Die grosse Stärke der Apple Prozessoren lag allerdings nicht darauf, viele Kerne in einem Chip zu vereinen, sondern die Leistung pro Kern und Takt enorm zu steigern und die eigentliche Frequenz relativ gering zu halten. Zum Vergleich: Apples A8 Prozessor taktet mit 1.4 GHz und Samsungs Exynos 7420 mit 2.1 GHz. Trotz der enormen Taktunterschiede blieb Apples Prozessor in Single- und Dual-Task aufgaben immer deutlich schneller.

 

Der nun im iPhone 6s verwendete Apple A9 SoC scheint keine Ausnahme zu sein, denn dieser erreicht im Singlecore-Score des Geekbench 3, welcher die tatsächliche Höchstleistung einer CPU ausmessen kann, einen irrwitzig hohen Score von über 2’400 Punkten und ist damit erheblich schneller, als alle bisherigen Smartphones auf dem Markt. Sollte es sich im iPhone 6s wieder „nur“ um eine Dualcore-CPU handeln (wovon ausgegangen wird), so sprechen selbst die erreichten 4’200 Punkte Bände, denn der Snapdragon 810 Prozessor von Qualcomm liegt selbst mit allen acht Kernen unter der Leistung des Apple Chips. Nur Samsungs Exynos 7420 ist im Idealfall mit 5’200 Punkten und der Auslastung aller acht Kerne, immer noch ein gutes Stück von Apples neuem Prozessor entfernt.

Angaben zur GPU-Leistung im Apple A9 Prozessor gibt es derzeit nicht, doch gibt Apple auch hier einen enormen Leistungssprung an. Mittlerweile bestätigen auch laut MacRumors erste Reviews aus den USA, dass das iPhone 6s ein extremes „Performance Beast“ (Mashable.com) sei und eine Meisterleistung im Bereich ARM-Prozessoren darstellen würde. Wir sind gespannt, wann wir unser Testgerät in den Händen halten und wollen uns selber von der Leistung überzeugen und ob diese sich im Alltag tatsächlich bemerkbar macht. Sobald wir das Device vor Augen haben, folgt der Testbericht zeitnah.

 

 

Quelle: MacRumors (Englisch)

vg-wort
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7 Antworten zu “iPhone 6s: Echter Benchmark zeigt monströse Leistung pro Kern”

  1. venue pro delle sagt:

    Welche apps laufen denn auf einem IPhone damit es so eine Power braucht?

    Eben.

  2. phoenix0_4 sagt:

    Ich find eher interessant, inwieweit die CPU runtertakten kann, um so evtl. Strom zu sparen und eine lange Akkulaufzeit zu ermöglichen, wenn die Apps/Aufgaben nur wenig Rechenleistung benötigen.

  3. Gareas sagt:

    @venue pro Delle, die Frage kann man sich auch bei jedem Android mit 4 oder 8 Kernen stellen. 😉

  4. Entrail sagt:

    Naja die Frage ist auch eher sinnlos. Sollten sie die CPU nie wieder überarbeiten nur weil heutige Anwendungen damit „zufriedenstellend“ laufen? Im Gegensatz zur Auflösung finde ich mehr Leistung nie verkehrt, gerade wenn man daran denkt das die Leistungsansprüche ja auch steigen. Außerdem, wie schon gesagt, mag das auch nicht schlecht für den Akkuverbrauch sein

  5. venue pro delle sagt:

    @Garea

    Android kann Filme konvertieren, einen PC emulieren bzw 4 k displays und so.

    iOS nicht.

  6. Gareas sagt:

    Ok und das machen natürlich 90% der Nutzer. ^^ Aber lassen wir das, die Diskussion geht in eine Richtung die eh nichts bringt. 😉

  7. Bunsenbrenner sagt:

    Irgendwie macht venues Aussage keinen Sinn? iOS kann Videos bearbeiten und auch konvertieren in unterschiedliche Formate. Laut Entwickler-SDK kann iOS auch 4K-Displays und das ohne jegliche Probleme, aber es wird nicht genutzt, da noch kein 4K-Display in einem iDevice steckt. Mit dem emulieren von PCs kann ich jetzt nichts zu sagen, ob es da Software zu gibt. Aber die anderen beiden Punkte funktionieren durchaus.

    Die Aussage iOS kann das nicht, ist doch irgendwie ziemlich stupide oder nicht? 🙂

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