Di. 27. April 2021 um 17:30

iOS 14.5 veröffentlicht: Neues Anti-Tracking-Feature bringt Apple Klage beim Kartellamt ein

von Marcel Laser 0 Kommentare

iOS 14.5 ist endlich da und hat einige sehr interessant Neuerungen im Gepäck. Vor allem in Richtung des Datenschutzes hat Apple eine enorme Schranke für datenhungrige Apps eingebaut, die einige Entwicklerinnen und Entwickler vor Probleme stellen dürfte. Zukünftig ist das Tracken nämlich nicht mehr ganz so einfach möglich, wenn ihr eine ins System integrierte Option einfach nur ausschaltet. Auch im Bereich der Gesichtsmaske gibt es Neuerungen.

iOS 14. 5: Anti-Tracking-Feature für Apps sorgt schon jetzt für Ärger

Ihr könnt mit iOS 14.5 das übergreifende Werbetracking von Apps verhindern, wofür ihr lediglich einen Schalter in den Einstellungen umlegen müsst. Eure Daten werden dann für Werbezwecke nicht mehr weitergegeben und Apps können euch auch nicht mehr fragen. Normalerweise soll ab iOS 14.5 beim ersten Start einer App eine Meldung angezeigt werden, die euch fragt, ob ihr das Werbetracking erlauben wollt. Dort können Entwickler auch kurz erklären, wofür das Tracking gedacht und sinnvoll sein kann. Selbst diese Nachricht erscheint dann nicht mehr, sondern wird das Tracking komplett verhindert.

 

So aktiviert ihr das Anti-Tracking-Feature von Apple

  • Geht in die Einstellungen eures iPhones oder iPads
  • Scrollt runter zum Eintrag “Datenschutz”
  • Dort klickt ihr den Menüpunkt “Tracking” an
  • Legt hier den Schalter für das übergreifende Tracking auf “Aus”

Die Option sorgt aktuell für viel Wirbel im Netz, vor allem bei Unternehmen, die auf die Daten angewiesen sind. Analysten prophezeien bereits, dass die Funktion den Markt für mobile Werbung und Einnahmen durch den Handel mit Nutzerdaten deutlich umkrempeln könnte. Eine representative Umfrage im Netz deutet auch daraufhin, dass mindestens zwei Drittel der Apple-Nutzerinnen und -Nutzer den Schalter umlegen werden, damit das Sammeln ihrer Nutzerdaten nicht mehr möglich ist.

Mittlerweile haben Verlagsverbände und Vertreter der Werbeindustrie eine Klage beim Bundeskartellamt eingereicht, wie der Spiegel berichtet. Denn wenn die Nutzer nicht einmal mehr gefragt werden können, ob ihre Nutzerdaten für die personalisierte Werbung genutzt werden dürfen, wäre das ein enormer Wettbewerbsnachteil. Apple wird Missbrauch seiner Marktmacht vorgeworfen und erschwere den Zugang zu wettbewerbsrelevanter Daten auf unrechtmässiger Weise. Denn Apps funktionieren auch mit dem Verhindern des Trackings weiterhin, da Apple ausdrücklich die volle Funktionalität der Programme verlangt, auch wenn die Nutzer das erheben der Daten verbieten.


Apple iOS 14.5 Update
iOS 14.5 bringt viele neue Funktionen. Vor allem das Anti-Tracking-Feature freut Nutzer, ärgert aber nun die Werbebranche gewaltig. (Bild: Apple)

Auch Mark Zuckerberg, Chef des grössten sozialen Netzwerks Facebook, meldet sich zu Wort und ist sichtlich erbost auf Apple. Zwar können weiterhin die Interaktionen der Nutzerinnen und Nutzer auf der Plattform selbst, auch durch die Verfolgt werden. Das generelle Nutzungsverhalten in der App, kann aber durch die Funktion nicht mehr so einfach mit weiteren Organisationen ausgetauscht werden.

Leichtere Entsperrung mit Gesichtsmaske, dank Apple Watch

Zudem sind weitere Funktionen in iOS 14.5 hinzugekommen. Das Update bringt eine leichtere Entsperrung mit, wenn ihr eine Gesichtsmaske tragt. Allerdings funktioniert dieses nur, wenn ihr auch eine Apple Watch am Arm tragt, die dafür sorgt, das Face ID für das Einloggen ins iPhone nicht mehr komplett gebraucht wird. Das bringt in der aktuellen Zeit immerhin wieder mehr Komfort und Sicherheit mit.

 

Apple hat auch einige Verbesserungen für Siri implementiert. So sind nun neue, natürlichere Stimmen verfügbar. Auch könnt ihr in Apple Maps Sprachansagen tätigen, die auf eurer Route Unfälle dokumentieren und somit andere Apple Maps-Nutzerinnen und Nutzer benachrichtigen. Die Podcast-App hat zudem ein neues Design erhalten und ist übersichtlicherer gestaltet.

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