Mo. 18. Juni 2018 um 13:06

iOS 12: iPhone soll bei Notruf Standort an die Einsatzkräfte übermitteln

von Marcel Laser0 Kommentare

Apple hat sich die Gesundheit und Sicherheit der Menschen, die ihre Produkte nutzen förmlich auf die Fahnen geschrieben. Es gibt einige Werbevideos, die sich explizit mit der Gesundheit auseinandersetzen und letztens auch einen TV-Spot, der Personen ins Rampenlicht stellte, die durch Apple Produkte gerettet wurden. Nun spinnt man den Gedanken noch weiter und will die Einsatzkräfte deutlich schneller zum Einsatzort bringen. Ein Feature in iOS 12 soll dieses ermöglichen.

iPhone mit iOS 12: Anruf in der Notrufzentrale der Polizei sendet Standort mit

Das Feature wird erst einmal nur in den USA ausgerollt und getestet, soll aber die Sicherheit der Menschen deutlich erhöhen, sofern sie mit einem iPhone aus den Notruf 911 wählen. Denn sobald dieser in der Zentrale eingeht, soll auch gleich der Standort zum Anruf mitgesendet werden. Das soll es den Einsatzkräften erleichtern, deutlich schneller reagieren zu können, da einige Menschen Schwierigkeiten haben in Extremfällen den Standort durchzugeben oder einfach durch den Schock keine Ahnung haben, wo genau sie sich befinden. Das könnte vor allem auf Highways (Autobahnen) oder vor allem bei Notfällen auf Wanderwegen in Bergen oder Wäldern nützlich werden.

 

Apple versichert zudem gleichzeitig, dass die Privatsphäre weiterhin gewahrt bleibt. Es wird nur der Standort beim Anruf weitergegeben und dieser ist ausschliesslich nur der Empfänger-Zentrale sichtbar. Aussenstehende Personen werden diesen nicht zu Gesicht bekommen und er soll auch angeblich nicht von Angreifern auslesbar sein. Damit ist nur die 911-Zentrale, die den Anruf auch entgegennimmt, in der Lage, den Standort auszulesen.

 

Die Technologie, die hinter dem neuen Feature in iOS 12 steckt, kommt von der Firma RapidSOS, welche bereits langjährige Erfahrung in diesem Bereich vorweisen kann. Die Software der Callzentren der Notrufannahme müssen diese Funktion natürlich unterstützen. Die Übertragung wird über eine sichere PASP-Verbindung abgewickelt, die es ermöglich die erforderlichen Daten im Notfall zu übermitteln.

 

Wann ein solches Feature auch nach Europa kommt, ist unklar. Auch ob dieses hier durch den Datenschutz realisierbar ist, bleibt fraglich. Uninteressant ist sowas aber durchaus nicht. Letztendlich bleibt aber die Frage, wie sicher so etwas wirklich ist und ob Angriffe auf die Verbindung nicht doch zu Problemen führen könnten. Sobald iOS 12 in den USA verteilt wird, wird man sehen, ob dieses Vorhaben auch erfolgreich umgesetzt werden kann.


 

 

Quelle: 9to5mac

vg-wort
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