Di. 06. Juni 2017 um 15:13

iOS 11 für das iPad bekommt viele neue Funktionen

von Marcel Laser0 Kommentare

Apples iPads bekommen dank Apple Files ein Management-System für Dateien und Ordner. Das ist so ziemlich eine der grössten News der iOS 11 Version für Apples iPad Modelle. Zudem gibt es viele weitere neue Funktionen, die zusammen mit der neuen Version erscheinen soll. Wir geben einen kleinen Ausblick auf ein paar neue und wichtige Features für Apples Tablet unter iOS 11.

Apple bringt das macOS Dock ins iPad und überarbeitet Multitasking

Eine der auffälligsten Neuerungen, die uns recht schnell ins Auge stechen wird, ist das neue App-Dock unten, welches dem App-Dock in macOS sehr ähnlich sieht. Dort können extrem viele Apps platziert werden, auf welche man dann deutlich schneller Zugriff haben möchte. Bisher wurden Apps im Dock eher im Raster zu den Apps oben im Homescreen angelegt, was mit iOS 11 nun vorbei sein soll. Das Dock kann übrigens in allen Apps sichtbar gemacht werden um direkt aus anderen Programmen heraus Zugriff darauf zu haben. Will man Splittscreen aktivieren muss man nur eine App aus dem Dock heraus auf den Screen der anderen geöffneten App ziehen.

 

Ebenfalls neu und an macOS angelehnt ist der App-Switcher, wo ihr zwischen mehreren im Hintergrund laufenden Apps wechseln könnt. Dieser sieht nun wie die Spaces-Umgebung unter macOS und ihr könnt dort per Drag-and-Drop eure Apps im Hintergrund in der Reihenfolge bearbeiten und noch mehr wird möglich sein.

 

Apropos Drag-and-Drop: Apple baut iOS 11 für deutlich produktivere Einsatz auf dem iPad um. Drag-and-Drop ist mit iOS 11 ein wesentlicher Bestandteil des Betriebssystems auf dem iPad und so könnt ihr nahezu alles durch die virtuelle Gegend schieben, was man auch berühren kann. Egal ob Text, Bilder, PDFs oder andere Dinge. Einfach festhalten und wegziehen und woanders wieder loslassen. Das funktioniert auch App-übergreifend, so könnt ihr einfach ein Bild aus einer App in die andere mitnehmen ohne viel dafür tun zu müssen.


iPad Pro mit iOS 11
Neue Multitasking-Ansicht und ein neues Dock, welches dem Dock aus macOS sehr ähnlich ist.

Apples iPad bekommt ein Filemanagement-System

Eine der wirklich grossen News ist aber ein neues Filesmanagement-System für iOS 11 auf iPad Geräten. Hier habt ihr die Möglichkeit durch einen Dateibrowser ein eigenes Filesystem mit Ordnern und Dateien anzulegen. Natürlich hat man keinen weitreichenden Zugriff auf Systemdateien, hier bleibt sich Apple treu, aber generell etwas einzuführen, was dem macOS Finder sehr nahe zu kommen scheint, ist auch längst überfällig geworden. Natürlich unterstützt Files auch alle neuen Drag-and-Drop Modi um das Arbeiten deutlich zu erleichtern.

 

Zudem hat Apple versprochen alle Cloud-Lösungen zu integrieren. So bekommt ihr nicht nur eure eigenen erstellten Ordner und Dateien über Files zu Gesicht, sondern auch eure Ordnerstrukturen aus OneDrive, Dropbox, Google Drive und viele weitere Cloud-Lösungen.

 

Aber nicht nur für das iPad. Auch das iPhone soll Files unterstützen und wird somit erstmals in der Geschichte von iOS in der Lage seien Dateien lokal abzuspeichern. Natürlich müssen wir in ersten Tests erst einmal schauen wie viel hier wirklich möglich sein wird, aber ein erster Schritt ist es allemal.

Endlich kann man Dateien lokal speichern, verschieben und bearbeiten! Files soll es auch für das iPhone geben.

Apple will iPad Pro Lineup deutlich professioneller platzieren

Der Fokus während der Präsentationen lag vor allem immer wieder auf dem Wort “professionell”. Egal ob der gezeigten Photoshop-Session mit dem neuen und besseren Apple Pencil oder das neue Arbeiten mit der Filesystem-App. Das Wort professionell zog sich durch die gesamte Präsentation der iPads und iOS 11 für das iPad.

 

Apple will sein neues Lineup für Tablets samt iOS 11 deutlich professioneller platzieren. Die grosse Konkurrenz ist hier klar zu sehen: Microsoft und seine Surface Tablets und natürlich alle anderen Hybrid-Laptops mit Windows 10. Was auch deutlich beim verbesserten Apple Pencil wird, der nun auch in der Lage zu sein scheint Neigungen zu erkennen. Zudem kann er nun alles an sofortigen Screenshots mit Notizen versehen oder direkt bearbeiten. Eine maschinengestützte (Deep Learning) Schreiberkennung ist ebenfalls implementiert worden.

 

Das iPad Pro soll also professioneller werden und potenzielle Käuferinnen und Käufer von Windows 10 Tablets ansprechen. Ob das mit iOS 11 gelingen kann, was in erster Linie immer noch ein ARM-System ist, wird sich zeigen müssen. Es ist also nicht einfach mit einem x86-Tablet zu konkurrieren, welches eigentlich auch als legitimer Desktop-Erstaz funktionieren kann. Ein Umstand, der mit ARM-Geräten noch nicht so einfach zu bewerkstelligen ist.

 

 

Quelle: Apple WWDC 2017

vg-wort
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