Mo. 05. Juni 2017 um 21:14

iOS 11: Apple stellt neues Betriebssystem offiziell vor

von Marcel Laser0 Kommentare

Apple hat mit seinem iPhone und ganz besonders mit seinem iOS Betriebssystem noch ein “bisschen” was vor. Auf der nun stattfindenden WWDC 2017, welche nun einige Tage andauern wird um findige Entwicklerinnen und Entwickler zu schulen, wurde die nächste grosse Version von iOS vorgestellt, natürlich mit vielen neuen Funktionen. Ein paar der wichtigeren zählen wir euch nun im folgenden stichpunktartig auf.

iOS 11: Neues ControllCenter, iMessages in der Cloud und stark verbessertes Siri

Anscheinend hat man sich über einen recht ärgerlichen Punkt gekümmert, der in iOS für einiges an Kritik sorgte. iMessages werden erstmals über alle Geräte hinweg synchronisiert. Meldet ihr euch also auf einem neuen iOS oder macOS Gerät an, werden alle Geräte in Echtzeit synchronisiert und all eure Nachrichten und Konversationen sind auf allen Devices gleich. Löscht ihr eine Nachricht, wird sie auch in wenigen Sekunden überall gelöscht. Komfortabel, aber längt überfällig.

 

Siris Interface wurde ebenfalls überarbeitet, also soll es besser und übersichtlicher aussehen. Zudem sollen die Stimmen bei weitem natürlicher klingen, was auch für das vorlesen von Nachrichten und Voice-Mail gilt. Ebenfalls ist SiriKit umgebaut worden, die Schnittstelle für alles was Siri so bereitstellen kann. Auch vorgestellt wurde eine neue kontextbezogene Lernfähigkeit, wie es auch andere KI-Assistenzsysteme bewerben. Öffnet ihr eine Webseite, so kann Siri die daraus bezogenen Interessen herleiten, was für spätere News-Ansichten wichtig sein könnte.

 

Ebenfalls angesprochen wurden Fotos und Videos, die ein einem neuen Codec aufgenommen werden können. Das soll bei identischer Qualität teilweise (also je nach Situation und im Optmalfall) nur noch die Hälfte an Speicher einnehmen, wie vorher geschossene Fotos und Videos. Die Galeria-App namens Foto hat nun auch weitere Bearbeitungsfunktionen für Bilder bekommen. So könnt ihr viele Filter, Einstellungen und andere Dinge nachträglich vornehmen.

 

Auch das ControlCenter wurde umgebaut. Es ist nun eine einzige Seite, die alle benötigen Funktionen beherrscht und ähnlich wie Apps oder Widgets funktionieren. Mit einem Klick auf den kleinen Musik Player öffnet sich eine detailliertere Ansicht der Kachel und ihr könnt deutlich mehr Aktionen durchführen. Das gilt für alle Inhalte auf dem ControlCenter. In wie weit das aber angepasst werden kann, müssen wir in ersten Tests ausprobieren.


Apple hat ein neues ControlCenter in iOS 11 integriert.

Apple Maps mit Supermarkt-Navigation und neues HomeKit-System

Apple Maps wird “ausführlicher” im Sinne von Karten von Gebäuden. Wenn Zum Beispiel Supermärkte diverse Karten für Apple Maps anbieten, können diese in Apple Maps implementiert werden. Apple Maps unterstützt dann Indoor-Navigation mit allen Informationen die ihr über die Geschäfte im Supermarkt braucht. Das soll auch mit Flughäfen funktionieren.

 

Welche Märkte und andere Gebäude unterstützt werden, ist noch nicht bekannt, aber Apple wird wohl in Zukunft versuchen so viele Flughäfen und andere Interessante Orte, wo eine solche Navigation helfen kann, unterzubringen.

 

HomeKit wurde ebenfalls etwas überarbeitet und unterstützt nun “Multi-Room-Audio”. Ihr könnt Lautsprecher so autonom voneinander ansprechen und konfigurieren und das auch per Sprachbefehl mit Siri. Alle in HomeKit eingebundenen Lautsprecher können so einzeln ausgewählt werden und unabhängig voneinander arbeiten.

Apple Maps bekommt eine Indoor-Navigation für Supermärkte. (Bild: The Verge)

Der App Store wurde ebenfalls vollständig überarbeitet

Der App Store hat ein vollständig neues Design erhalten und das nach 9 Jahren App Store Geschichte. Dieser ist nun in markante Tabs unterteilt, die sich in “Heute, Spiele, Apps, Updates und Suche” aufteilen. In Heute wird man beworbene Apps finden oder auch neue Apps, die Aufmerksamkeit bedürfen. Die anderen Tabs erklären sich schon vom Namen her von selbst. Das soll den App Store übersichtlicher gestalten.

 

Der “Heute” Tab ist mit Abstand die grösste Neuerung. Hier werden Apps in einer Art News-Artikel beworben, der erscheint sobald ihr auf die dort angezeigte App klickt. Er konzentriert sich rein auf den Text, Bilder und Videos zur App.

 

Geht ihr über die anderen Tabs in eine App, bekommt man mehr oder weniger ein gewohntes Bild mit allen wichtigen Informationen, welche aber deutlich aufgeräumter erscheinen als vorher. Generell macht das Redesign des AppStores einen angenehmen Eindruck, was nach über neun Jahren auch mal Zeit wurde.

Der App Store wurde in seiner Optik vollständig überarbeitet und das nach neun Jahren.

iOS 11 bekommt ein eigenes ARKit

Apple integriert in iOS 11 ein sogenanntes ARKit, was Entwicklerinnen und Entwickler mächtige Augmented Reality Werkzeuge in die Hand geben soll. Aber nicht nur entwickelnden, sondern auch uns. So kann man per ARKit in der Kamera App in Echtzeit virtuelle Gegenstände in der Umgebung platzieren. Das iPhone erkennt mit ARKit und iOS 11 sogar Oberflächen und reale Gegenstände und so können die virtuell eingefügten Dinge mit ihnen interagieren. Die Demo sah beeindruckend aus und wurde so noch auf keiner mobilen Plattform mit derartiger Präzision gezeigt. Ob dieses dann auch im Endprodukt so funktioniert, werden wir sehen.

 

In einer weitern Demo wurde eine ganze Spielfläche eines Games auf den Tisch projiziert, wo Raumschiffe zwischen Gebäuden landeten und die Stadt am Ende von feindlichen SiFi-Piraten angegriffen wurde. Der Spieler übernahm die Kontrolle über diverse Geschütze um die Piraten-Raumschiffe abzuschiessen. Auch das sah durchaus beeindruckend aus und wurde über ein iPad Pro gespielt.

 

Wahrscheinlich wird aber sehr viel Rechenpower benötigt um diese Dinge abspielen zu können. Ob auch ältere iPads oder iPhones in der Lage sein werden, damit umzugehen, bleibt durchaus abzuwarten. 

Eine Weltraumschlacht auf dem Wohnzimmertisch. Warum nicht?

iOS 11 kommt im Herbst 2017 auf den Markt und wird mit den meisten aktuellen Geräten kompatibel sein. In wie weit man bei älteren iPhones oder iPads zurückblicken kann ist noch nicht klar. Das wird man dann in den ersten Betas der neuen iOS 11 Version dann sehen.

 

 

Quelle: Apple WWDC 2017

vg-wort
Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Teilen