Sa. 02. September 2017 um 12:17

IFA 2017: Wiko zeigt bezahlbare Widescreen-Phones der View-Reihe

von Sebastian Mauch0 Kommentare

18:9, 18.5:9 oder wie auch immer es heissen mag, eines haben sie alle gemeinsam: Man musste bisher echte Premiumpreise in Kauf nehmen, um solch eine Technologie sein Eigen nennen zu dürfen. Wiko, ein französischer Hersteller von Budget-Phones, stellte aber nun auf der diesjährigen IFA in Berlin eine interessante neue Serie von Smartphones vor: View.

18:9 für gerade einmal 179 CHF? Das View macht’s möglich.

Klingt zunächst komisch, ist aber so. Zumindest wurde in einer Pressemitteilung so die UVP für das kleinste Modell angegeben. Dieses heisst genau wie die Reihe einfach nur View. Dieses Modell hat ein 5.7 Zoll grosses Display im besagten Widescreen-Format, soll aber trotzdem angenehm in der Hand liegen. Weiterhin löst die Frontkamera mit 16 MP auf, die Hauptkamera auf der Rückseite hingegen “nur” mit 13 MP, dafür aber mit 52 MP Super-Pixel-Feature.

 

Im Inneren werkelt ein nicht näher benannter Qualcomm-Vierkerner unterstützt von 3 GB RAM. Natürlich sind auch für die heutige Zeit übliche Features wie ein Fingerabdrucksensor und LTE mit an Bord. Ausgeliefert wird das Gerät mit Android 7 Nougat, wird aber sicher zeitnah ein Update auf Android 8 Oreo erhalten. Der interne Speicher beläuft sich auf 16 GB (179 CHF UVP) oder auch 32 GB (199 CHF UVP), kann aber nach Belieben mit microSD um bis zu 128 GB aufgestockt werden. Der Energiespeicher beträgt stattliche 2900 mAh.

 


View XL und View Prime können noch ein wenig mehr

Nun zu den anderen beiden Modellen der neue Serie. Das Zweite im Bunde ist das Wiko View XL. Hier misst das Display mit 5.99 Zoll etwas mehr als beim View und kommt ebenfalls im gestreckten 18:9 Format daher. Die verbaute Kamera und eigentlich der ganze Rest der Hardware ist gleich, ausser dass es vom View XL nur eine Version mit 32 GB Speicherplatz geben wird. Auch hier steht zunächst nur Android Nougat auf dem Datenblatt. Der Preis beläuft sich hier dann immerhin schon auf 229 CHF als UVP. Hier wiegt der Energiespeicher aufgrund des grösseren Displays immerhin 3000 mAh.

 

Bleibt nur das “Flaggschiff” von Wiko: Das View Prime. Nein, hierbei handelt es sich nicht um eine Kooperation mit Amazon. Die Displaydiagonale springt hier wieder auf immer noch sehr grosse 5.7 Zoll. Der Clou bei diesem mit 299 CHF teuersten Modell ist die Frontkamera. Anders als bei bekannteren Highend-Modellen ist die Konstellation beim View Prime nämlich vertauscht. Vorne sitzt daher eine Dual-Selfie-Kamera. Was einst verpönt wurde, wird hiermit nun offiziell zum Sport. Ein Sensor löst mit 20 MP auf, der andere sorgt mit 8 MP für mehr Detailreiche. Ausserdem sind damit auch Widescreen-Selfie mit 120 Grad Blickwinkel möglich. Die Kamera auf der Rückseite löst mit 16 MP und 64 MP mit SuperPixel auf.

 

Anders als bei den beiden günstigeren Modellen werkelt hier dann ein ebenfalls nicht weiter thematisierter Achtkerner von Qualcomm. Auch der Arbeitsspeicher wirkt mit 4 GB etwas mehr nach “Premium”. Für tonnenweise Selfies sind auch sogar 64 GB Speicher verbaut. Der Energiespeicher wiegt auch hier stattliche 2900 mAh wie beim View. Bis auf eine hinzuaddierte Dual-SIM-Funktion ist der Rest der Specs identisch zu den kleinen Geschwistern. Die Preisempfehlung hierfür lautet 299 CHF, wofür man schon ein stattliches Hardware-Paket mit Widescreen-Display serviert bekommt. Nun fehlt nur noch das kleine Aber – und das ist die Displayauflösung. Für den zugegebenermassen sehr geringen Preis kommt man nämlich nur auf Masse von 1440 x 720 Pixel.

UPDATE: Neue Infos zu den Europreisen und das Update auf Android 8.0

In einem persönlichen Gespräch am IFA-Stand von Wiko konnten wir noch ein paar Infos erhaschen, die Wiko in den Datenblätter ausliess. Die Europreise werden den Preisschildern in der Schweiz 1:1 entsprechen. Das günstigste Modell, das Wiko View, mit 16 GB internem Speicher wird also demnach schon für 179 Euro zu haben sein. Bei den in allen drei Modellen verbauten Prozessoren soll es sich um Chip der Snapdragon 400-Serie handeln. Das klingt zwar erstmal nach wenig Leistung, in Hinsicht auf die Auflösung reicht das aber scheinbar aus. Ruckler oder andere Probleme konnten wir in einem spontanen Hands-On nämlich nicht feststellen.

 

Auf die Frage, wann denn das Update auf Android 8 Oreo vorgesehen sei, bekamen wir übrigens eine überraschende Antwort. Man darf nämlich noch im September mit dem grossen Update rechnen. Eine für den Android-Sektor sehr schnelle Updatepolitik. Auf den Views läuft aber auch “nur” ein gar nicht oder nur minimal angepasstes Android.

 

 

PocketPC.ch @IFA 2017

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