Fr. 17. April 2015 um 20:39

Huawei P8: Kurzes Hands-On des neuen chinesischen Flaggschiffs

von Marcel Laser0 Kommentare

Aluminum-Unibody mit Xperia Z Folie auf dem Display

An dieser Stelle einmal ein riesiges Lob an Huawei für die exzellente Verpackung des P8. Während euch bei anderen Smartphones das Display nach dem Öffnen anlächelt, scheint euch nach dem Anheben der Kunststoff-Scheibe die sehr schlanke Seite des Smartphones entgegen. Die Variante ist neu, sehr edel anzuschauen und bereitet euch quasi optisch auf das vor, was euch erwarten wird: Ein wirklich schick herausgearbeiteter Aluminium-Unibody.

 

Während das Ascend P7 noch auf eine Rückseite aus Glas setzte, kommt nun beim Huawei P8 (das Wort Ascend ist gestrichen worden) nun gänzlich Aluminum zum Einsatz. Die leicht angerauten Seiten des Smartphones und der kalte Rücken fühlen sich enorm gut an und die Haptik ist bei weitem besser als die des scharfkantigeren Vorgängers. Das Display geht nahezu bis zum Rand, lässt nach unten und oben wenig Platz und scheint bei nahezu gleicher Bauhöhe mehr Screen zu haben als das Samsung Galaxy S6 oder das iPhone 6 von Apple.

 

Allerdings konnten wir eine nicht entfernbare Folie auf dem Display feststellen, welche man in ähnlicher Form schon beim Xperia Z oder dem Xperia Z1 festgestellt hat. Wahrscheinlich ist diese mit entsprechendem Aufwand am Ende wohl doch lösbar, doch ist auch die Gefahr da, das Display zu beschädigen oder die Folie nur in Teilen zu entfernen. Wenn man sich den Telefon-Lautsprecher über dem Display anschaut, fällt diese Folie vor allem beim helleren Champagner-Gerät deutlich auf.

Gute Technik und ein annehmbarer Preis

Huawei hat es schon bei seinen letzten Smartphones bewiesen, wie man starke Technologien mit einem sehr guten Preis kombiniert. Das Huawei P8 spielt hier auch keine grössere Ausnahme. Ein FullHD IPS Display, der hauseigene Kirin 930 Prozessor und eine stark verbesserte Kamera bilden das Gesamtpaket guter Technologien. Die 3 GB RAM sind guter Standard im Highend-Bereich und auch ein optischer Bildstabilisator kümmert sich um die 13 MP Kamera, welche übrigens einen Bildprozessor auf DSLR-Level besitzen soll. Fotos reichen wir natürlich erst im grossen Test nach und auch die Leistungsfähigkeit des Gerätes wird dort genauer unter die Lupe genommen. Kurz notiert: Die Premium Version der Smartphones kommt sogar mit dem Kirin 935 Prozessor, welcher rund 200 MHz schneller ist, als der Kirin 930.

 

Wir verraten allerdings schon einmal dies: Der neue Kirin-Prozessor liefert durchaus akzeptable Werte. Der Octacore mit vier Cortex-A53 CPUs ist zumindest für alle alltäglichen Aufgaben mehr als nur gerüstet. Die EmotionUI in Version 3.1 wird ruckelfrei in Szene gesetzt und macht eine durchdachte Figur in ersten Tests. Viel geändert hat sich zur Vorversion 3.0 aber nicht.

 

Was am Ende allerdings als Preis da steht, ist beachtlich: Die UVP liegt bei 499 Euro für die kleinste Version mit 16 GB internem Speicher. Wer mehr haben will greift zur 100 Euro teureren 64 GB Premium-Edition. Vergleichbare Highend-Gerät wie das Samsung Galaxy S6 und das iPhone 6 fangen bei 699 Euro UVP an. Das HTC One M9 kommt sogar auf 749 Euro. Allerdings ist der Prozessor des Huawei P8 in seiner Gesamtleistung unter dem Niveau der Flaggschiffe, viel fehlt allerdings nicht. Der Preisunterschied von 200 Euro trotz des sehr hohen Fertigungsniveaus ist eine Hausnummer. Die DualSIM-Version wird aber wieder nicht nach Europa kommen.

Das P8 Max soll Phablets killen

Was allerdings sehr kurios anmutete, war die ebenfalls am selben Tag vorgestellte Phablet-Version des P8. Das P8 Max erreicht mit seinem 6.8 Zoll Display gewaltige Ausmasse. Damit trennt das Smartphone nur noch 0.2 Zoll von der Tablet-Klasse und kann, auch wenn Huawei fest von der Taschentauglichkeit überzeugt ist, nahezu nicht mehr als transportabel gelten. Allerdings müssten wir das erst in einem Langzeittest überprüfen. Ob die Klasse Phablet hier noch greift, muss sich zeigen. Das P8 Max wandert jedenfalls sehr stark auf der Grenzlinie entlang. Auch hier gibt es mit 549 Euro für 16 GB und 649 Euro für 64 GB zwei unterschiedliche Versionen.

 

Ob das P8 Max allerdings auch bei uns in der Region erscheint ist unklar. Bisher steht nur die Angabe „vielleicht“ im Raum. Es kann also sein, dass wir in den Genuss des Ultra-Phablets kommen können, oder aber auch nicht. Das hängt jetzt in erster Linie vom Erfolg beider Geräte in Asien ab. Sollte auch das P8 Max ordentlichen Anklang finden, so wäre ein Release bei uns auch recht wahrscheinlich. Wir werden die Situation zum Riesen-Phablet weiter beobachten. 

 

Das Huawei P8 hingegen soll ab Mitte Mai in unsere DACH-Region kommen. Welcher Tag genau, wird uns per Pressemitteilung noch rechtzeitig gesagt. Wir gehen davon aus, das sowohl Österreich, Deutschland als auch die Schweiz nahezu zeitgleich mit dem Huawei P8 in Berührung kommen. Die Preise in Schweizer Franken wurden uns noch nicht mitgeteilt, allerdings kann man zum heutigen Kurs wohl eine 1:1 Umrechnung machen. Sollte sich etwas anderes ergeben, halten wir euch auf dem Laufenden.

vg-wort
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