Di. 27. März 2018 um 16:45

Huawei P20 Series offiziell vorgestellt – Triple-Kamera-Monster incoming!

von Marcel Laser3 Kommentare

Und da sind sie auch schon und ehrlich gesagt blieben die Überraschungen aus, was den massenhaften Leaks vor dem Event geschuldet ist. Allerdings sind wir nun auch froh, dass die “Spekulationen” nun aufhören und wir uns mit den tatsächlichen Geräten beschäftigen können. Vor allem das Huawei P20 Pro bietet mit seiner neuen Triple-Kamera einen interessanten Twist in der Branche, den es so bisher noch nicht gab. Huawei stopft zudem massenweise Funktionen in das neue Leica-System im Rücken des Smartphones.

Huawei P20 als “Standard-Highend” und Huawei P20 Pro als Speerspitze

Huawei verbaut eine feinste Hardware in den beiden teureren Flaggschiffen für dieses Jahr. So setzt das Huawei P20 Pro auf einen Kirin 970 mit integrierter NPU, 6 GB RAM und 128 GB internen Speicher. Beim Display darf man auf ein AMOLED-Panel mit 2240 x 1080 Pixel schauen, welches 6.1 Zoll misst und eine Notch im obere Bereich beherbergt. Natürlich bringt dieser Umstand auch ein recht seltsames Format von 18.7:9 mit sich. Die Notch selbst ist im Besitz des Ohrhörers und der Selfie-Kamera. Letztere löst übrigens mit satten 24 MP auf!

 

Die interessanteste Kamera verbirgt sich aber im Rücken: Das Triple-Kamera-System von Leica! Hier stehen ein 40 MP auflösender Hauptsensor zur Verfügung, welcher von einem 20 MP Monochromsensor und einem 8 MP Pendant unterstützt wird. Letzterer ist für einen fixen Dreifach-Zoom zuständig, der benötigte Tiefeninformationen liefern soll. Zudem sollen Videos in Superzeitlupe möglich sein, die mit 720p auflösen und bis zu 960 Bilder pro Sekunde bieten. Gleich mit drei Sensoren aufwarten zu können und mit 40 MP eine Auflösung herauszuholen, die man eigentlich seit Jahren bei Smartphones für tot hielt, bringt einen interessanten Dreh mit. Damit dürfte das Rennen um die Auflösung bei Kamerasensoren wieder eröffnet sein.

 

Das ganze System wird zudem von einem sehr grossen 4’000 mAh messenden Akku unterstützt, der hohe Laufzeiten versprechen sollte. Das Mate 10 Pro besitzt ebenfalls einen solchen Akku und ist in unserem Test als Dauerläufer ausgezeichnet worden. Das Huawei P20 Pro hat zumindest rein technisch gesehen das Potenzial ebenso lange durchzuhalten. Das müssen ausgiebigere Tests aber erst noch zeigen.

 

Das Huawei P20 ist quasi die abgespeckte Version des Huawei P20 Pro. Zwar bekommt man auch hier einen Kirin 970 Prozessor, allerdings mit 4 GB RAM und das Display misst 5.8 Zoll. Die Frontkamera darf zwar ebenfalls mit 24 MP auflösen, die Kamera im Rücken hingegen bringt es “nur” auf 12 und 20 MP bei den Sensoren (beide mit f/1.7 Blende). Es handelt sich also um ein Dual-Kamera-System in der Kombination aus RGB und Monochrom ohne fixen Zoom. Auch der Akku ist mit circa 3’500 mAh bedeutend kleiner ausgestattet.

 

Interessant: Beide Huawei P20 Smartphones sind in diesem Fall sogar mit einem Fingerprintscanner ausgestattet, der im Rand unter dem Display seinen Platz findet und nicht wie beim Mate 10 Pro im Rücken zu finden ist.


Das Huawei P20 Lite bildet den Einstieg der Serie

Den deutlich günstigeren Einstieg bekommt man allerdings mit dem Huawei P20 Lite: Das Display ist zwar mit 5.84 Zoll leicht grösser als beim Huawei P20, der Prozessor als Kirin 659 ist allerdings bedeutend schwächer und es gibt keine integrierte NPU. 4 GB RAM und 64 GB internen Speicher runden hier aber ein hochwertiges Mittelklasse-Paket ab. Die Dual-Kamera erfährt stattdessen noch einmal ein Downgrade auf 16 und 2 MP. Selfies werden ebenfalls über eine Notch geschossen, aber mit 16 MP.

 

Auch hier wird der Akku noch etwas zusammengeschrumpft und liegt bei ungefähr 3’000 mAh, was aber in Anbetracht der verbauten Hardware jetzt kein Beinbruch ist. Anders als bei den anderen beiden Huawei P20 Geräten, ist beim Lite Modell der Fingerprintscanner im Rücken verbaut. Unter dem Display findet sich in diesem Fall nur das Huawei Logo.

 

Das Display ist übrigens ein LCD-Panel, zwar IPS mit guten Kontrasten, allerdings ist es nicht möglich die Notch über ausgeschaltete Pixel oben mehr oder weniger zu verstecken. Somit dürfte diese Desigentscheidung beim Huawei P20 Lite wohl in bestimmten Situationen am sichtbarsten auffallen.

Das Huawei P20 Lite hat als einziges der drei Modelle den Fingerprintscanner im Rücken.

Huawei P20 Series: Verfügbarkeit und Preise

Das kleinste Modell ist zwar nicht das schnellste in Bezug auf die Hardware, aber immerhin am schnellsten im Handel: Das Huawei P20 Lite ist ab sofort in der DACH-Region ab 399 Schweizer Franken erhältlich. In Deutschland und Österreich kostet das P20 Lite hingegen rund 370 Euro.

 

Die beiden grösseren Modelle Huawei P20 und P20 Pro hingegen sollen ab dem 6. April in den Regalen liegen. Hier kostet das P20 rund 700 Schweizer Franken. Beim Huawei P20 Pro blättert man sogar 900 Schweizer Franken auf die Ladentheke.

 

In Deutschland hingegen sind alle Geräte sofort verfügbar, zumindest soweit unsere Informationen zum Thema. Aber lange warten müsste man bis zum 6. April sowieso nicht. Die Preise in Euro belaufen sich für das Huawei P20 übrigens auf 670 Euro und 900 Euro für das Huawei P20 Pro. Damit ist das Huawei P20 Pro sogar 100 Euro teurer als das Mate 10 Pro zum Marktstart im November letzten Jahres.

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3 Antworten zu “Huawei P20 Series offiziell vorgestellt – Triple-Kamera-Monster incoming!”

  1. skycamefalling sagt:

    Keinen Klinkenanschluss, kein Wireless Charging und keinen SD-Kartenslot. Trauriges Lineup, so macht man Samsung keine Kundschaft streitig :-/

  2. Asghan sagt:

    Alle über 5,5″, somit alle Indiskutabel.
    Die sollen mal wieder was im Bereich 4,5-5″ bauen 🙁
    Wer will denn diese riesigen Fliegenklatschen wirklich?
    Wenn ich was großes will hol ich mir ein Tablet..

  3. Lindbergh sagt:

    Endlich wieder ein Smartphone mit richtig guter Kamera. Ich brauch weder einen Klinkenanschluss, zumal ein Adapter dabei ist, noch Wireless Charging und der Speicher ist ausreichend gemessen. Bei mir wird es mein Lumia 950XL ersetzen, weil es alles bietet was ich in einem Smartphone brauche.

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