Mo. 17. August 2020 um 8:30

Huawei: Verschwinden nun die Google-Apps auch von älteren Geräten?

von Marcel Laser0 Kommentare

Der Huawei-Bann aus den USA zieht weiter seine Kreise. Der chinesische Elektronikgigant darf auch weiterhin keine Google Apps und Dienste auf seinen Smartphones und Tablets installieren. Lediglich ältere Smartphones, die vor dem Handelsembargo in den Handel kamen, sind bisher nicht betroffen gewesen, da hierfür eine Ausnahme-Lizenz ausgesprochen wurde. Diese ist aber nun erstmals nichts verlängert worden und könnte Nutzerinnen und Nutzer älterer Modelle durchaus vor ein Horror-Szenario stellen.

Huawei Smartphones: Ausnahme-Lizenz ausgelaufen, Situation wird beobachtet

Bisher war es immer so, dass die Lizenz für die älteren Geräte alle 90 Tage aufgefrischt wurde. So mussten sich die Nutzerinnen und Nutzer von Huawei Phones mit dem “Huawei Updateversprechen” keine Gedanken um ihre Aktualisierungen und Google-Dienste machen. Das könnte nun alles anders aussehen, erstmals wurde die Ausnahme-Lizenz nicht um weitere 90 Tage verlängert. Google darf nun offiziell eigentlich gar nicht mehr mit Huawei zusammenarbeiten, was noch für ungeahnte Probleme sorgen könnte.

Nun sind mehrere Szenarien denkbar. Der Idealfall wäre natürlich ein stillschweigendes Abkommen, die bisherige Situation einfach weiterlaufen zu lassen. Ob es allerdings so kommt bleibt fraglich. Die andere Version und ein damit verbundenes Horror-Szenario für Nutzerinnen und Nutzer älterer Geräte wären plötzliche Updates, die die Google Apps und Dienste auf einmal von den Smartphones entfernt. Dann wären Services wie Google Fotos, automatische Backups oder auch das Aktualisieren von Apps plötzlich nicht mehr möglich. Für viele bestimmt eine Art Supergau.

 

Was nun aber genau passiert ist noch unklar. Huawei selbst will die Situation erst einmal beobachten, was durchaus verständlich ist. Sollte es zum Worst-Case-Szenario kommen, müssen Fans der Geräte allerdings darauf hoffen, dass ein Umstieg so sanft wie möglich und auch hoffentlich mit Ankündigung durchgeführt wird, um sich auf die neue Situation einstellen, sofern diese Eintritt. Die kommenden Wochen werden zeigen, wohin der Weg dann geht.


 

 

Quelle: Washington Post

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