Di. 20. August 2019 um 11:53

Huawei Bann: Weitere 90 Tage Gnadenfrist-Verlängerung geplant

von Marcel Laser0 Kommentare

Ist der Huawei Bann nun Geschichte oder nicht? Die Frage stellen sich vor allem die Menschen, die bereits ein Gerät des Herstellers besitzen oder ein hohes Interesse an einem Kauf haben. Dass es aber hinter den Kulissen weiterhin brodelt, merkt man den Meldungen der letzten Woche. Unter anderem stellte Huawei HarmonyOS sogar mit dem Wortlaut “Android-Alternative” vor und auf der anderen Seite werden immer wieder irgendwelche Fristen verlängert. Letzteres ist nun wieder der Fall, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Huawei Bann bekommt weiteren Aufschub, HarmonyOS als Gegenspieler geplant

Dass die Durststrecke rund um den Handelskrieg der beiden Ländern noch lange nicht ausgestanden ist, zeigt der erneute Aufschub der US-Sanktionen gegen Huawei. Wie zwei nicht näher genannte Quellen der Nachrichtenagentur Reuters berichten, will man Huawei noch einmal weitere 90 Tage Zeit geben, Hardware und Software aus den USA beziehen zu können. Damit muss Huawei sich in erster Linie (noch) nicht selbst versorgen.

 

Das ist allerdings nur ein kleiner Trost, denn der Hahn kann von Seiten der US-Regierung jederzeit zugedreht werden. Wahrscheinlich war die Vorstellung von HarmonyOS auf der HDC 2019 vor wenigen Tagen eine der Kampfansagen, die Huawei nun braucht um seine Kunden weiter bei der Stange zu halten. Schliesslich hat man erstmals die Worte “Android-Alternative” in den Mund genommen. Das dürfte ein entsprechender Seitenhieb gewesen sein.

 

Nach dem Huawei Bann und den bisher erteilten Gnadenfristen der US-Regierung, ist der chinesische Hersteller um Schadenbegrenzung bemüht. Derzeit wird in Europa das “Huawei Zukunftsversprechen” beworben, das weiterhin Updates verspricht und auch alles in Zukunft weiter funktionieren soll. Das Versprechen beinhaltet übrigens auch das geplante Update auf Android 10 Q für aktuelle Smartphones des Herstellers. Ob es nach der erneuten Frist des Huawei Bann auch weitere Verlängerten geben könnte, bleibt unklar.


 

 

Quelle: Reuters

Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Teilen