Mo. 29. Januar 2018 um 12:05

Google Play Store: 27 Spiele mit Trojaner infiziert und offiziell im Store erhältlich

von Marcel Laser0 Kommentare

Eigentlichen sollen gerade die App Stores der Hersteller, egal ob Google Play oder der Apple App Store, ein sicherer Hafen für Downloads jeglicher Art sein. Googles Sicherheitsmechanismen sind aber anscheinend bei einem grösseren Paket von Spielen nicht hörig geworden und liessen diese in das Softwarekaufhaus. Das gefährliche an ihnen ist vor allem das verwendete SDK.

27 Spiele mit Ya Ya Yun SDK und insgesamt über 4.5 Millionen Downloads

Die Apps wurden mit dem sogenannten Ya Ya Yun SDK entwickelt, welches im Hintergrund bereits viele Module für Trojaner mitbringt. Wer Software mit diesem SDK entwickelt, baut die Trojaner also schon automatisch mit ein. Wird die App, oder in diesem Fall eines der Spiele, gestartet, lädt die Software im Hintergrund schädlichen Code herunter, der direkt auf dem Smartphone installiert wird. Danach werden im Hintergrund Webseiten geöffnet, auf Werbebanner geklickt oder noch mehr Software installiert.

 

Betroffen sind 27 Spiele, zumindest wurden diese vom Sicherheitsteam von Dr. Web entdeckt. Die Zahl könnte noch deutlich grösser sein. Aber allein diese paar Games kommen zusammen auf über 4.5 Millionen Downloads, haben also schon bereits eine beachtliche Palette an Geräten infiziert. Eine komplette Liste der Apps findet ihr übrigens auf der Webseite von Dr. Web. Die meisten von ihnen sind aber dank der schnellen Reaktion von Google nicht mehr im Store verfügbar.

 

Zudem bleibt derzeit unklar, ob die Apps absichtlich mit dem verseuchten Ya Ya Yun SDK entwickelt wurden oder ob der Hersteller des SDK selbst an dem Prozedere verdient. Es könnte auch eine Mischung aus beiden Gegebenheiten sein. Google Play Protect warnt derzeit aber nicht vor den schadhaften Apps, auch gibt es keine Meldung durch den App Store, wenn ihr diese einmal installiert hattet oder noch installiert sind. Daher sollte man sich die Liste von Dr. Web einmal genauer anschauen und die betroffenen Apps vom eigenen Smartphones sofort entfernen bzw. nicht mehr installieren.


 

 

Quelle: Heise via Dr. Web

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