Do. 18. Mai 2017 um 9:35

Google I/O 2017: Android Go für schwächere Smartphones vorgestellt

von Marcel Laser0 Kommentare

Es ist bisher noch nicht ganz klar, ob Android Go auch Android One ablösen soll, aber es scheint wohl so erst einmal nicht der Fall zu sein. Denn genau wie Android One hat Android Go den Zweck, auf schwächer ausgestatteten Geräten zu laufen und unterstützt vor allem Gebiete, wo grössere Datenpläne im Mobilfunktarif nicht wirklich existieren.

Android Go spart Datenvolumen und funktioniert ab 512 MB RAM

Der Gedanke dahinter das Sparen an so ziemlich allem. Vor allem an der Hardwareleistung, denn Android Go unterstützt Smartphones ab 512 MB RAM bis maximal 1 GB. Zudem kann das Betriebssystem dank seiner speziellen Konfiguration auch in schwächer ausgebauten Netzen hantieren ohne zu viel Leistung zu verschwenden, was übrigens auch für das verbrauchen des Datenvolumens des Mobilfunkvertrags gilt.

 

Dafür bietet Android Go speziell angepasste Google Apps, wie Chrome, Mail, Suche, YouTube und andere Dienste, die extrem sparsam und ressourcenschonend programmiert wurden. So schlucken sie weniger Leistung vom System und verbrauchen weniger Datentraffic. Zudem will Google spezielle Apps im Play Store bewerben, die besonders ressourcenschonend entwickelt wurden, stärker bewerben, damit alle – die darauf angewiesen sind – diese schneller finden. Die Apps müssen allerdings den “Building for Billions”-Richtlinien entsprechen, nach denen diese programmiert wurden.

 

Google stellt zudem für Android Go eine API bereit, die die permanente Überwachung eures noch verfügbaren Datenvolumens direkt in den Einstellungen des Systems erlaubt. Damit sollen Menschen, die darauf angewiesen sind immer ein Auge auf ihren Traffic haben können. Ein Feature, welches wir auch für das grössere Android begrüssen würden.


Erste Smartphones mit Android Go für Anfang 2018 erwartet

Noch befindet sich Android Go in der Entwicklung, soll aber Anfang 2018 an den Start gehen, wo dann auch erste Geräte mit dem neuen System erwartet werden. Fraglich bleibt erste einmal, ob die für den sparsamen Einsatz entwickelten Apps nicht vielleicht auch auf den grösseren Geräten installiert werden können. YouTube Go ist beispielsweise eine solche App, die allerdings noch nicht weltweit verfügbar ist. Dennoch liess sich Google von der eigenen YouTube Go App zu Android Go hin inspirieren.

 

Google versprach zudem, ab Android 8.0 für jede weitere veröffentlichte Version auch eine Android Go Variante bereitzustellen. Beide Systeme werden also allem Anschein nach zeitgleich veröffentlich und aktualisiert bzw. relativ zeitnah beinander. Die Systeme sollen also im Gleichschritt angepasst und entwickelt werden.

 

 

Quelle: Google I/O 2017

vg-wort
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