Fr. 22. April 2016 um 11:38

Google-Ingenieur: HTC 10 und LG G5 haben keinen echten USB-Type-C Anschluss

von Marcel Laser4 Kommentare

Laut des mittlerweile recht bekannten Google-Ingenieurs Benson Leung sind die neusten Flaggschiffe von HTC und LG nicht mit einem genormten USB-Type-C Anschluss ausgestattet. Dieser laufe weit über seinen eigentlichen Spezifikationen und sei daher kein richtiger Type-C Anschluss.

HTC 10 und LG G5: Dank Qualcomms Quick Charge kein echter USB-Type-C?

Benson Leung ist vor allem durch das Testen von Kabel und Netzteilen aufgefallen, um herauszufinden, welches Zubehör man problemlos mit den damals erst kürzlich veröffentlichten Nexus 6P und Nexus 5X Geräten nutzen könne. Dabei machte er darauf aufmerksam, dass einige dieser Geräte eure Smartphones schädigen könnten, da sie stellenweise weit ausserhalb des USB-Type-C Standards agieren.

 

Nun gibt Leung ebenfalls bekannt, dass das HTC 10 und das LG G5 keinen echten USB-Type-C Anschluss bieten, sondern eine stark modifizierte Version. Denn der normal standardisierte Anschluss soll nur bis zu maximal 5 Volt zum Laden eurer Geräte bereitstellen. Durch Qualcomms Quickcharge 3.0 Technologie könne man hier allerdings 9 Volt oder sogar 12 Volt durch den Anschluss bringen um die Smartphones eben sehr schnell aufzuladen. Laut Leung „verbietet“ es der Type-C-Standard, dass es überhaupt zu einer Koexistenz der beiden Technologien kommen kann. Denn die proprietäre Technik von Qualcomm verändert die Datenleitungen so, dass diese, während Quick Charge aktiv ist, auch zum Laden mit verwendet werden können. Das verhindert in erster Linie, dass man parallel zum Aufladevorgang mit Quick Charge keine Datenverbindung nutzen kann, beispielsweise an einem Computer.

 

Was Benson Leung hier unter der Blume wohl eigentlich mitteilen will, ist der Umstand, dass es nicht gerade gut für den Standard ist, wenn sich die Hersteller nicht daran halten würden. Schliesslich wurde er entsprechend verabschiedet und genormt. Qualcomm selbst verändert den Anschluss allerdings so, dass er weit ausserhalb des Standards agiert, damit Quick Charge 3.0 überhaupt möglich wird, was eben rein theoretisch dazu führt, dass es sich nicht mehr um einen echten USB-Type-C Anschluss handelt.

 

Des Weiteren muss der bekannte Google-Ingenieur feststellen, dass die Ladegräte, welche mit dem HTC 10 und dem LG G5 in der Box ausgeliefert werden, nicht mit der USB-Type-C Norm konform sind und daher nicht mit anderen Geräten kompatibel seien. Im schlimmsten Fall könne es also zu Beschädigungen an anderer Hardware kommen, sofern man diese mit anderen Smartphones oder Geräten einsetze.

 

 

Quelle: 9to5mac (Englisch)

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4 Antworten zu “Google-Ingenieur: HTC 10 und LG G5 haben keinen echten USB-Type-C Anschluss”

  1. Kaishiyoku sagt:

    Gut zu wissen, so kann ich erstmal einen großen Bogen um USB Type-C machen.

  2. Aladan sagt:

    Was der da in die Welt setzt, ist schon ein starkes Stück. Hohles Gerede ohne einen Beweis liefern zu können, dass es Probleme beim HTC 10 oder LG G5 geben könnte. Und die Ladegeräte sind speziell für die Qualcomm Technologie ausgelegt.

    Habe hier ein paar USB Typ C Ladegeräte und Kabel von Anker, laufen einwandfrei mit dem HTC 10, aber leider unterstützt nur eines davon Quick Charge 3

  3. parkbankrowdy sagt:

    Ist es bei „normalen“ micro usb Anschlüssen bei alten quick charge fähigen Geräten (allen Geräten mit snapdragon soc) nicht genau so?

  4. Aladan sagt:

    Ja parkbankrowdy, ist auch dort so. Für die mobilen Geräte wurden die Standardanschlüsse konsequent weiter entwickelt, um mehr heraus zu holen.

    Bin auf das JBL/HTC Typ C Headset gespannt und bin gespannt, was Benson Leung dagegen dann wieder zu sagen hat.

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