Sa. 25. Oktober 2014 um 18:49

Google Inbox: Der Posteingang, der sich selbst aufräumt

von Simon Burgermeister5 Kommentare

Google und E-Mails, das ist bereits eine längere Geschichte, die auf den Namen Gmail hört. Bisher zumindest, denn vor einigen Tagen hat der Suchmaschinen-Konzern einen neuen Dienst vorgestellt: Inbox by Gmail. Wie es die (Web-)App schon im Namen trägt, basiert sie im Grunde auf Gmail und bezieht von dort die Mails. Bisher ist das die einzige Möglichkeit, Inbox mit Nachrichten zu befüttern.

Organisation vieler Mails

Das Grundkonzept ist recht einfach und schnell erklärt: Man nehme Gmail mit den Kategorien (die im letzten Jahr eingeführt wurden) und erweitert diese um eine intelligente Funktion. Damit werden die Mails nach Möglichkeit automatisch eingeordnet. Dafür werden von Beginn weg die Kategorien Reisen, Käufe, Finanzen, Soziale Netzwerke, Benachrichtigungen, Foren und Werbung mitgeliefert. Zudem können nach Belieben eigene Gruppen angelegt werden, welche dann mit entsprechenden Regeln oder aufgrund bereits dahin verschobener Mails gefüllt werden.

Organisation einzelner Mails

Schauen wir uns eine einzelne Mail an, so kann auch diese noch weitergehend behandelt werden, natürlich neben den für Mails üblichen Funktionen wie Verschieben, Löschen oder als Spam markieren. In der Übersicht werden E-Mail der Reihe nach chronologisch aufgereiht. Wischt man nun eine Nachricht von links nach rechts, wird sie als Erledigt markiert. Sie ist damit nicht verschwunden, aber dennoch verstaut, sodass sie nicht mehr stört, bei Bedarf aber im gleichnamigen Ordner gefunden werden kann. Ein Swipe von rechts nach links öffnet ein Popup, in dem man Angaben zur erneuten Erinnerung angeben kann. Danach wird die Mail im Ordner Zurückgestellt abgelegt und dort zur angegebenen Zeit wieder hervorgeholt. Neben der Zeit gibt es auch den Faktor Standort: Erreicht man einen festgelegten Ort, wird die Nachricht durch Inbox wieder hervorgeholt.

Wie bereits von anderen (Google-) Programmen gewohnt, lassen sich mehrere Elemente markieren, indem man auf das Logo vor der Nachricht drückt. Danach können alle markierten Nachrichten oder Gruppen miteinander verschoben werden.

 

Die vierte Funktion im Umgang mit einzelnen Mails ist das so genannte Fixieren. Fixiert man also eine Nachricht, wird diese angezeigt, wenn man im Posteingang den Schieber mit dem Pin nach rechts schiebt. Dies soll ebenfalls helfen, die Übersicht in vielen Mails zu wahren.

Gar nicht so einfach zu bekommen

Mit dieser App hat Google einen durchaus anderen Umgang mit Mails vorgestellt. Ganz neu ist das Ganze aber natürlich nicht. Gmail ist darunter noch zu erkennen, zumal gewisse Funktionen wie die Kategorien auch dort schon vorhanden sind. Neu sind vor allem die intelligente Sortierung sowie die Art der Darstellung. So werden einzelne (von Inbox als wichtig eingestufte) Mails in der selben Übersicht gezeigt wie Gruppen, in denen neue Elemente dazu gekommen sind. Andere Gruppen wie beispielsweise Werbung werden gar nie in der Übersicht erscheinen, diese Mails sind nur über die Seitenleiste zu erreichen.

Insgesamt macht Inbox einen guten Eindruck und es macht durchaus Spass, damit zu hantieren.

 

Wer sich übrigens selbst ein Bild von Inbox machen will, muss bedenken, dass die App vorerst nur auf eine Einladung hin benutzt werden kann. Solche Einladungen gibt es entweder bei eBay (teuer), mit einer formlosen E-Mail an inbox@google.com (sehr viel Glück) oder bei uns im Forum, wo eine Invite-Kette läuft (ein bisschen Glück). Der Download hingegen ist bereits möglich für all diejenigen, die sich schon einmal auf einen Invite vorbereiten möchten: Inbox für Android und Inbox für iOS. Die dritte Möglichkeit stellt übrigens der Chrome-Browser dar: Über inbox.google.com ist der Dienst ebenfalls zu erreichen.

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5 Antworten zu “Google Inbox: Der Posteingang, der sich selbst aufräumt”

  1. Balvenie sagt:

    Entschuldigung aber nutzt wirklich irgend jemand Gmail produktiv und nicht bloss als Adresse für Foren und Blogs.

  2. Kenan Sidali sagt:

    Bis jetzt habe ich nicht, aber ab jetzt vermutlich schon.

  3. alfi sagt:

    Ähm, ist vielleicht was neues für Google, aber wer nutzt biste schön Gmail für wichtige Sachen??

  4. Balvenie sagt:

    Mehr als nur fahrlässig wie ein Teil der Leute mit Ihrem Email und den Privaten Daten umgehen.

    Egal ob Apple, Google oder Microsoft.

  5. Schnatterente sagt:

    dann schlage halt was besseres vor. 🙂

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