Fr. 30. Dezember 2016 um 11:27

Gionee M2017: Oberklasse-Smartphone mit Riesenakku vorgestellt

von Sebastian Mauch0 Kommentare

An Oberklasse-Smartphones herrscht nun gewiss kein Mangel. Vom aktuellsten iPhone, über Samsungs 7er-Serie bis hin zu Huaweis derzeitigem Flaggschiff Mate 9 (und noch mehr!) gibt es allerlei spannende Geräte auf dem Markt. Doch eines haben fast all diese Boliden gemeinsam: Der verbaute Akku steht meistens in keinem Verhältnis zur gebotenen Leistung. Der chinesische Hersteller Gionee will das mit dem M2017 nun ändern.

China muss nicht immer “billig” bedeuten

Luxus wird bei diesem Smartphone gross geschrieben. Allerdings imitiert der chinesische Hersteller nicht nur das Aussehen eines Luxusgeräts, sondern belegt das einzigartige Design auch mit einem stolzen Preis. Man kann hier also durchaus von einem Design-Unikat in der Branche reden. Auch müssen “China-Böller” schon längst nichts Schlechtes mehr verheissen. Nicht zuletzt die zahlreichen Preis-Leistungs-Kracher aus dem Hause Xiaomi belegen diese Aussage. Nun aber zurück zum M2017!

 

Das Edel-Smartphone kommt mit einem 5.7 Zoll grossen QHD-Display, also einer Auflösung von 1440 x 2560 Pixel daher. Dies resultiert in einer recht üppigen Pixeldichte von etwa 515 Pixel per inch. Für reichlich Schärfe ist also schon mal gesorgt. Das grösste Problem von anderen Geräten mit QHD-Screens war aber bislang immer, dass das gestochen scharfe Panel für ordentlich Rechenlast und Stromverbrauch sorgte. Kein Wunder dass man da als Endverbraucher_in – überspitzt gesagt – mit einem schnöden 4000-mAh-Akku nicht weit kommt. Wobei dieser sogar schon grosszügig bemessen ist, wenn wir uns die Akkulaufleistung des Huawei Mate 9 einmal anschauen.


Gionee M2017
Das Gionee M2017 mit Lederrücken, Dual-Kamera und gebogenem QHD-AMOLED-Display.

M2017 kommt zu hohem Preis mit 7’000-mAh-Akku

Von solchen Problemen kann das M2017 von Gionee nur träumen, ist doch dort immerhin ein Energiespeicher mit satten 7’000 mAh verbaut. Ist die Software also kein Totalausfall, sollte die Laufzeit alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Dafür fällt das Gehäuse mit einer Dicke von 10,78 mm und einem Gewicht von 238 Gramm etwas klobiger aus. Dafür ist aber Quickcharge 3.0 mit an Bord. Zu dem bärenstarken Akku gesellt sich seltsamerweise nur ein etwas schwachbrüstigerer Snapdragon 653 aus dem Hause Qualcomm, der mit acht Rechenkernen arbeitet, jedoch etwas niedriger taktet als Highend-Modelle wie der Snapdragon 821 und auch ganz deren Leistung erreicht. Dafür könnte sich das sparsamere SoC wiederum nocheinmal gut auf die Laufzeit auswirken. Gestützt wird das System von reichlich 6 GB Arbeitsspeicher, was für genügend Ressourcen beim Multitasking sorgen dürfte. Als nettes Gimmick fährt das Gerät ausserdem eine Dual-Kamera mit einem 13- und einem 12-Megapixel-Sensor auf.

 

Angeboten wird das Gionee M2017 in zwei Speicherausführungen. Das Modell mit 128 GB-Speicher beläuft sich auf 6’999 Yuan, was umgerechnet etwa 962 Euro oder in der Schweiz etwa 1’030 SFr. wären. Das teurere Modell fährt hingegen 256 GB-Speicher auf und berechnet 16’999 Yuan, respektive 2’337 Euro oder 2’503 SFr. Ein saftiger Aufpreis für den doppelten Speicherplatz dürften einige nun denken.

 

Nun, das liegt vermutlich daran, dass das Gehäuse des “Premium”-Modells mit italienischem Alligatorleder ausgestattet wurde. Beide Ausführungen werden zunächst mit Android 6.0 ausgeliefert und haben sogar eine Klinkenbuchse (bei der Dicke auch kein Wunder). Da dieses Gerät eher eine Nische besetzt, rechnen wir nicht damit, dass das Smartphone sobald ausserhalb Chinas vertrieben wird. An dem Akku könnten sich aber einige hierzulande vertretene namhafte Hersteller durchaus ein Beispiel nehmen.

 

 

Quelle: Gionee (Chinesisch) via GSMArena (Englisch)

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