Fr. 08. September 2017 um 20:56

Mobile Gaming im Trend 2017

von Adrian Suess0 Kommentare

Das Jahr 2017 geht ins letzte Drittel und wir blicken zurück auf die Entwicklungen, die sich in diesem Jahr ereignet haben. Vor allem der Mobile Gaming-Sektor ist in diesem Jahr deutlich gewachsen und das deutlich. Das Wachstum in diesem Bereich lässt kaum Wünsche offen und mit Spielen wie Pokémon Go, mobilen Casinos, Final Fantasy Mobius und anderen sind eine Menge guter Titel am Markt erschienen, die vor allem umsatzstark sind. Kaum ein Markt konnte im ablaufenden Jahr für soviel Aufsehen sorgen. Selbst die deutsche Bundeskanzlerin konnte es sich nicht nehmen lassen, den wachsenden Gamingmarkt als potentielle Wählerschicht anzuerkennen und eröffnete darum persönlich Deutschlands grösste und wichtigste Spielemesse, die Gamescom.

Neben den grossen und bekannten Spielen haben sich vor allem mobile Casinos am Markt etabliert und nicht selten liest man Sätze wie "Dieses verrückte neue Slots-Spiel bietet eine wahre Achterbahn der Gefühle" und ähnliche Werbesprüche. Gerade in diesem Bereich ist allerdings immer Vorsicht geboten, da man hier natürlich (auch) vorwiegend um echtes Geld spielen kann. Das allerdings kann vor allem bei mobilen Spielen schnell zu einem Verlust der Übersicht führen und damit dafür sorgen, dass man aus den Augen verliert, wie viel man eigentlich verzockt.


Auch dadurch hat sich der Gaming-Markt extrem verändert. Während in den letzten Jahren noch Call of Duty Gamer glaubten, sie seien die "Core Gamer", die den wichtigsten Teil der Community ausmachen, so hat sich dieser Markt verschoben. Das wichtigste bei dieser Bezeichnung ist, dass nicht die Community selbst diesen Begriff prägt, sondern die Industrie. Nur die Industrie entscheidet, welche Spiele sie für welche Zielgruppen produzieren. Die Core Gamer sind dann diejenigen, die den meisten Umsatz bringen, auf die sich die Industrie natürlich dann am meisten konzentriert.

Diese Core Gamer sind aus Sicht der Industrie schon lange nicht mehr vor dem PC oder der Konsole, sondern vor allem die Handynutzer_innen und diejenigen, die Spiele wie Candy Crush Saga spielen. Ihr habt es vermutlich schon erfasst: Der klassische Konsolero und die Konsolera oder die PC Games-Community sind natürlich immer noch unheimlich wichtig und machen den grössten Teil der Szene aus, aber vor allem die mobilen Spieler_innen, die Hausfrauen und Kinder, die vielen Leute in Pendelzügen, machen mittlerweile einen wesentlich grösseren Teil des Umsatzes aus. Die klassischen Casual Gamer, die nur ein paar Euro im Monat in ihre Spiele investieren, sind längst zur umsatzträchtigsten Zielgruppe überhaupt geworden. Die Produktion und der Vertrieb eines Handygames ist deutlich günstiger als bei einem Retail Titel für PC oder Konsole.

Xbox One S Controller

Dazu muss man aber auch sagen, dass der Mobile Gaming Markt immer wichtiger wird, weil die Welt immer schneller und hektischer wird. Das schnelle Spiel zwischendurch in der Pause, auf dem Weg zur Arbeit oder in der Warteschlange, alles geht ums schneller Vorankommen für ein oder zwei Euro, das tut selten weh, aber für die Industrie sorgt es für Milliardenumsätze. Gerade die im Vergleich geringeren Kosten für Mobile Spiele im Gegensatz zu klassischen Spielen sorgen hier für maximalen Umsatz.

Der Markt hat sich in den letzten Jahren deutlich in Richtung Mobile Gaming verschoben. Die Umsätze steigen stetig weiter und die Hersteller setzen immer mehr auf Handygames und Co. Kaum ein klassisches Videospiel, das keine mobile Adaption hätte. So lässt sich der Markt von hinten aufrollen und jede Menge Geld machen, obwohl die mobilen Games kaum jemand so direkt auf der Rechnung hat.

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