Mi. 22. April 2015 um 18:28

Galaxy S6 (edge) Rooting sperrt Samsung Pay für immer

von Marcel Laser7 Kommentare

Das Verfahren ist schon als mehr oder weniger leicht paranoid zu Beschreiben, aber Samsungs Vorgehen ist kein Einzelfall des südkoreanischen Herstellers. Wer sich dafür entscheidet, vollen Zugriff auf sein Galaxy S6 oder Galaxy S6 edge haben zu wollen, wird mit den Konsequenzen leben müssen, denn sobald das Gerät gerootet ist, brennt eine E-Fuse-Einheit im Gerät durch und sperrt damit den Zugang auf Samsung Pay für immer. Zwar ist Samsung Pay erst in den USA und in einigen asiatischen Ländern verfügbar, doch soll der Dienst auch irgendwann nach Europa kommen. Nicht zuletzt vermindert man durch die Aktion auch den Wiederverkaufswert des Galaxy S6. Schliesslich muss man zugeben, dass man einen Dienst für immer auf dem Gerät gesperrt hat.

 

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Samsung relativ drastisch mit Menschen umgeht, die mit mittels Rooting vollen Zugriff auf ihr eigenes Smartphone haben wollen. Auch Samsung Knox liess sich nach einem Rooting durch eine dauerhafte Sperrung nicht mehr nutzen. Dasselbe gilt übrigens auch wieder für das Galaxy S6 und das Galaxy S6 edge, denn auch hier wird Knox neben Samsung Pay dauerhaft deaktiviert.

 

Quelle: Sammobile (Englisch)

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7 Antworten zu “Galaxy S6 (edge) Rooting sperrt Samsung Pay für immer”

  1. chief85 sagt:

    Für mich vollkommen nachvollziehbar und auch verständlich. Wer meint, hermüsse sein Gerät außerhalb der Herstellerspezifikationen betreiben, muss eben einen Preis dafür zahlen.

  2. nimroder_neu sagt:

    Ich finde im Auto sollte der Tausch des Radios auch dafür sorgen, dass ich hinterher nicht mehr an Aral-Tankstellen einkaufen darf…
    Oder wenn du aus der Tageszeitung einen Papierflieger bastelst, dann sollte in Zukunft statt der Zeitung nur noch leeres Papier geliefert werden…

    Ernsthaft, das ist mein Gerät.. Damit kann ich tun und lassen was ich will.. Wenn hier meine Hardware beschädigt wird ist das eine Frechheit und nicht zu rechtfertigen.
    Ohnehin schon ein Unding, dass Software nur gemietet werden kann und Dateien ohne Abo/ Herstellerserver nicht zugreifbar sind…

    In diesem Fall mag es möglicherweise Sicherheitsgründe haben und ist damit insofern nachvollziehbar, dass der Dienst nicht nutzbar ist. Aber die Hardwarebeschädigung ist inakzeptabel, das wäre auch problemlos per Software möglich und somit rückgängig machbar..

    @chief
    Wie du schon sagst.. Das eigene Gerät.. Du bist bestimmt der erste der schreit, wenn dir die Polizei einen Tempomat einbaut weil du zu schnell gefahren bist.. Natürlich plakativ, aber worin liegt das Recht die Hardware zu beschädigen?

  3. Anaya sagt:

    Jap..
    Müsste man mal rechtlich mit dem anwalt klären 🙂

  4. Abarth sagt:

    Wenn Samsung für die Sicherheit von Diensten geradestehen soll, aber jemand hingeht und möglicherweise Sicherheitsrelevante Änderungen am Gerät vornimmt, ist das nichts als korrekt was Samsung macht.
    Wie wenn man ein Auto modifiziert mit Modifikationen, die der Hersteller nicht erlaubt. Dann entzieht einem das Strassenverkehrsamt auch die Erlaubnis, das Auto zu benützen.

    In diesem Fall kann halt der Hersteller das gleich selbst voraussehen und die Benutzung _eines_ Dienstes sperren.

  5. nimroder_neu sagt:

    @Abarth
    Wie ich oben schon schrieb.. Die Beweggründe sind völlig in Ordnung wenn es da Sicherheitsbedenken gibt, aber das ist problemlos per Software möglich die jeweiligen Geräte auszusperren und dann auch völlig legitim.

    Es geht um die Beschädigung meiner Hardware. Die Betriebserlaubnis für mein Auto bekomme ich in dem Moment wieder wo die Modifikation wieder rückgängig gemacht wird. Zumindest habe ich noch nie gehört, dass hier der Motor in 2 Teile zersägt wird um sicherzugehen, dass du nie wieder am Straßenverkehr teilnimmst.. Aber deiner Logik nach wäre es dann auch völlig ok, wenn der Hersteller voraussieht, dass jemand Modifikationen vornehmen könnte und entsprechend alles miteinander verschweißt (per Signal sicherstellt, dass alles da ist, etc) und wenn du die falsche Blinkerlampe einbaust den Motor zerstört? Oder die Fahrertüre nicht mehr zu öffnen ist? In letzterem Fall ist das Auto absolut nutzbar. Der Hersteller hat nur vorausgesehen, dass du das Auto außerhalb der Spezifikation verwenden könntest und das dann unterbunden…
    Warum soll beim Smartphone etwas völlig korrekt sein, was bei der Übertragung auf andere Bereiche absolut lächerlich wirkt?

    Ich habe ja glücklicherweise kein Samsung, werde aber auch sicher keines kaufen…

  6. Entrail sagt:

    Die Sache ist ja nicht, dass Samsung Pay, während das Gerät gerootet ist, deaktiviert wird, sondern dass es auch deaktiviert bleibt, wenn man es wieder in original Zustand zurück versetzt.

  7. LoLboy sagt:

    Wird einfach den Grund haben, dass es sicher einen Weg geben wird diese Softwaresperre wieder zu deaktivieren obwohl das Gerät immernoch gerootet ist.

    Würde also sagen das der von Samsung gewählte Weg der einzig sichere ist.

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