Fr. 07. April 2017 um 18:17

Facebook Messenger: Update fügt den digitalen Assistenten “M” hinzu

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Richtige digitale Assistenten wie Siri oder den Google Assistant gibt es mittlerweile wie Sand am mehr. Amazons Alexa erobert derzeit den Markt und Bixby von Samsung steht schon in den Startlöchern, während Cortana sich auf Windows Devices tummelt und auch eine App für Android bekommen hat. Eines haben sie aber alle gemeinsam: sie sind eigenständige und sehr vielseitig einsetzbare digitale Helferleine. Doch es gibt auch noch eine andere Art der digitalen Assistenten, wie sie zum Beispiel schon in Skype zu finden sind.

“M”: Der Chatbot für die Massen?

Vor einiger Zeit fügte Microsoft in den Skype Messenger einige Chatbots hinzu, die nicht nur der Unterhaltung dienen sollen, sondern auch gewisse Aufgaben ausführen können. Ein ähnliches Konzept greift nun Facebook für seinen Messenger auf. Mit einem aktuell nur in den USA ausrollenden Update wird nämlich der digitale Assistent “M” hinzugefügt. Eine Stimme hat M nicht, da es lediglich Zusatzoptionen in einem Chatfenster anbietet.

 

Dazu analysiert der Assistent die Konversation im Facebook Messenger auf gewisse Schlüsselwörter und versucht passend zum Kontext Optionen anzubieten. Schreibt man etwa, dass man gerade echt Hunger auf eine Pizza hat, so schlägt M vor über einen Button eine zu ordern. Gleiches gilt auch für den Fall, dass man gerade ein Taxi braucht, M bietet dann im Chatfenster über eine Vorschlagsblase an, ein Gefährt über Uber zu bestellen. Auch kann man beispielsweise mit einem Tipp auf M’s Vorschlag den Standort mit seinen Freunden teilen, sollte man sich etwa gerade in einem Park nicht finden können. Natürlich kann der neue Chatbot noch einiges mehr, an die künstliche Intelligenz und die Funktionalität etablierter Standalone-Helfer wie Siri, Google Assistant oder Alexa soll M aber nicht herankommen.

 

Natürlich ist das aktive Analysieren auch wieder ein Festmahl für kritische Datenschützer. Wer mit M aber nichts am Hut haben möchte, kann die Hilfestellungen ganz einfach in den Optionen deaktivieren. Übrigens ist M nicht wirklich neu, sondern wurde schon vor über einem Jahr als Experiment angekündigt, in welchem mithilfe von Maschinenlernen bestimmte Services angeboten werden sollten. Nun rollt der Facebook-Chatbot bereits in den USA aus, der Rest der Erde soll aber in Bälde folgen. Das bedeutet auch, dass M dann noch zahlreiche andere Sprachen neben Englisch beherrschen wird. Da bleibt nur zu prüfen ob oder wie gut das Ganze letztlich funktioniert.


“M” soll den Messenger bereichern und euch kontextbezogene Vorschläge machen.

 

 

Quelle: Facebook (Englisch)

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