Do. 23. November 2017 um 19:29

Facebook: Mehr Transparenz gegen politische Propaganda

von Marcel Laser0 Kommentare

Bisher mussten vor allem die grossen Social Media Networks vor den US-Kongress treten und Stellung beziehen, darunter auch Google, Twitter und natürlich auch Facebook. In den USA keimen immer wieder Vermutungen darüber auf, dass russische Werbung und politische Botschaften Auswirkungen auf die Präsidentschaftswahl gehabt haben könnten. Dies versucht man immer noch bis heute vernünftig aufzuklären. Facebook räumt sogar mittlerweile ein etwas übersehen zu haben und will in Zukunft gar nachbessern.

Facebook will in Zukunft aufzeigen können, wer die Werbung wirklich schaltet

Facebook selbst hat in einem Posting auf seinem eigenen Blog bereits mitgeteilt, dass zur Präsidentschaftswahl über 3’000 russische Werbeanzeigen identifiziert werden konnten, die deutlich politisch motiviert gewesen sein sollen. Sie dienten vor allem dazu Spannungen zwischen sozialen und ethnischen Gruppen aufzubauen und anzuheizen. Allerdings ist nicht ganz klar, wie hoch diese Zahl tatsächlich ist, da auch grössere Botnetzwerke zu diesem Zeitpunkt aktiv gewesen sein sollen.

 

Verantwortlich für die Werbung auf Facebook soll das russische Unternehmen Internet Research Agency gewesen sein, welche mehrere 100’000 US-Dollar in die Propaganda investiert haben sollen. Wer auf Facebook als Unternehmensseite Posts veröffentlich, kann diese für Geld deutlich sichtbarer platzieren. So sagt Facebook auch, dass die Posts von mehr als 10 Millionen Menschen in den USA gesehen worden sein sollen.

 

Allerdings lässt sich auf Facebook durch viele automatisierte Vorgänge oft nur schwer nachvollziehen, wer wann welche Beiträge bewirbt. Das laufe alles eher im Hintergrund ab und am Ende wäre es auch schwierig diese noch nachträglich zu Analysieren.

 

Nun kündigte Facebook aber an gegen solche Vorgehensweisen seine Regeln deutlich zu verschärfen. Marc Zuckerberg will den Leuten aufzeigen, wer genau für die politische Werbung bezahlt hat und vor allem auch von wem sie letzten Endes auch stammt. So soll mehr Tranzparenz dafür sorgen, dass so etwas in Zukunft nicht noch eine schwerwiegendere Rolle einnehmen könnte.


 

 

Quelle: Meedia und Facebook

vg-wort
Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Teilen